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Wuppertal: Trainingszentrum will Brücke schaffen

Gut für Wuppertal : Trainingszentrum will Brücke schaffen

Der Fitnessclub mit dem „breitesten Pastor Deutschlands“ ist beliebt – und braucht finanzielle Hilfe.

Am 10. Oktober 2020 konnte Marcus Schneider nach einer fünfjährigen Planungsphase endlich das Trainingszentrum „Mutig&Stark“ eröffnen. Drei Wochen später musste der Pastor der freikirchlichen Christusgemeinde in Langerfeld das Trainingszentrum wieder schließen – wie alle Fitnessclubs in der Corona-Pandemie. Doch die Resonanz war positiv: 70 Mitglieder konnte das Trainingszentrum – das „nicht nur ein Fitnessclub ist“ – in dieser Zeit gewinnen.

„Wir haben gemerkt, dass sich viele Jugendliche mit Sport identifizieren“, sagt Schneider, der selbst ein „Muskelpaket“ ist. Als „breitester Pastor Deutschlands“ gibt er im Internet Tipps für einen dicken Bizeps und ein Leben im Einklang mit Gott. Zusammen mit dem Träger „Ankerplatz Sozialwerk“ rief er ein Jugendzentrum ins Leben, um Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu schlagen. „Kicken kann ich auch, wenn ich die Sprache nicht spreche“, sagt Schneider. Das Trainingszentrum soll ein Ort sein, um Begegnung zu schaffen. Der Sport ein Weg, ins Gespräch zu kommen. Das ist Schneider als Pastor wichtig. „Man kann, muss aber nicht“, sagt er.

Das Konzept des Trainingszentrums sieht vor, dass in Gruppen trainiert wird. „Zunächst macht man einen Fitnessführerschein, später trainiert man paarweise“, sagt Schneider. Denn im Trainingszentrum gibt es keine Spiegel. Der Trainingspartner achtet darauf, ob der Rücken gerade ist. „Damit ziehen wir den anderen in die Verantwortung“, sagt er. In den zahlreichen Kursen können die Mitglieder gemeinsam Sport treiben.

Das Team aus 30 Mitarbeitern besteht aus Menschen unterschiedlicher Kulturen. Auch mehrere Trainerinnen sind im Einsatz. „Das spiegelt sich auch bei den Besuchern“, sagt Schneider. Jeder solle sich willkommen fühlen – auch wenn es ein christliches Projekt ist. „Man kann hier unabhängig vom Glauben trainieren“, sagt Schneider. Das Trainingszentrum möchte es jedem Jugendlichen ermöglichen, bei „Mutig&Stark“ aktiv zu werden.

Die Kosten- und Preisstruktur basiert auf einem Fair-Pay-Modell. Jeder kann für einen Beitrag von zehn Euro im Monat an dem Angebot teilnehmen. Darüber hinaus darf er gerne geben, was er kann. Da der Betrag von zehn Euro pro Person nicht die monatlichen Kosten des Betriebes im Jahr 2021 decken, sucht das Trainingszentrum 500 Paten, um die finanzielle Lücke zu füllen. „Wir benötigen etwa 30 Euro pro Person, damit die Kosten gedeckt sind“, sagt Schneider.

 Gesucht werden Menschen, die einmalig 180 Euro oder monatlich ein Jahr lang 15 Euro spenden. Damit wird einem Jugendlichen für zehn Euro pro Monat ermöglicht, das Trainingszentrum zu nutzen. „Das Geld geht direkt in das Projekt“, sagt Schneider.

 www.mutigundstark.de