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Wochenmarkt und Trödel auf dem Rott?

Wochenmarkt und Trödel auf dem Rott?

Wie Marktbeschicker die seit August leerstehende Immobilie am Ende der Eschenstraße mit Leben füllen wollen.

Barmen. Im August dieses Jahres war auf dem Rott Schluss: Der Rewe-Markt am Ende der Eschenstraße machte zu - endgültig. Die Immobilie lasse sich nicht modernisieren, hieß es. Seither gibt es nur noch am Fuß des Rott Supermärkte. Und seither wird das Thema "mangelnde Nahversorgung" im dichtbesiedelten Bezirk diskutiert. Jetzt gibt es ein neues Konzept für den Ex-Rewe.

Der Plan: Im und am früheren Supermarkt soll es einen Wochen- und Flohmarkt geben. Hinter dem Projekt steht eine Immobilienfirma. Die hatte versucht, nach dem Rewe-Rückzug, einen ähnlichen Nachmieter zu finden - ohne Erfolg.

So wurde das Markt-Projekt entwickelt. Jeden Freitag und Samstag soll es vor dem Haus ein klassisches Wochenmarkt-Angebot - Obst, Gemüse, Fleischwaren, Molkereiprodukte - geben.

Ins Haus dürfen die Anbieter offenbar nicht. Das lasse die Gewerbeordnung der Stadt nicht zu. Deshalb soll im Haus zeitgleich zum Wochenmarkt vor der Tür ein Trödelmarkt stattfinden. Für zehn Euro pro Meter sollen Privatleute dort ihre Stände errichten dürfen. Den entsprechenden Bauantrag hat die Makler-Firma gestellt. Auf WZ-Nachfrage ist es am Mittwoch aus der Verwaltung, es müssten erst Sicherheits- und Verkehrsfragen geklärt werden.

Am kombinierten Wochen- und Trödelmarkt auf dem Rott scheiden sich die Geister. So steht Karl-Heinz Emde, langjähriger Vorsitzender des Rotter Bürgervereins steht dem Markt-Projekt grundsätzlich zwar positiv gegenüber: "Ganz klar. Wir haben ein Nahversorger-Problem auf dem Rott - insbesondere was ältere Kunden angeht." Den Trödelmarkt hält Emde angesichts der Verkehrssituation in der Sackgasse aber für nicht praktikabel: "Das ist den Anwohnern nicht zu zumuten."

Die Makler-Firma dagegen sieht weder Verkehrs- noch Parkprobleme. Die klassischen Marktbeschicker würden ihre Stände eng an der Fassade aufstellen. Die mehr als 80 Parkplätze, die auf dem Areal noch zu Rewe-Zeiten angelegt worden sind, würden somit nicht wegfallen.