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Wetterfest — keiner wie die Wasserfreunde

Wetterfest — keiner wie die Wasserfreunde

Trotz herbstlicher Temperaturen feierten gut 400 Gäste bei der Strandparty im Freibad mit. Ein Testspiel gab es auch zu sehen.

Bendahl. Wer dieser Tage eine Beachparty veranstaltet, der braucht sich nicht wundern, wenn es eine relativ einsame Angelegenheit wird. Ein Verein, der aber Wasserfreunde Wuppertal heißt, der lässt sich selbst von Regenprognosen und herbstlichen Temperaturen nicht schrecken. Und das sahen auch zahlreiche Besucher so, die am Samstag ins Eigenbad am Bendahl kamen.

Etwa 400 dürften es insgesamt gewesen sein beim „Chillen und Grillen“, wie die Wasserfreunde das Motto ihrer Party formuliert hatten. Und nicht wenige blieben bis in die Nacht. „Sehr viele unserer Mitglieder haben eine große Verbundenheit zum Verein, weil sie als Kinder und Jugendliche hier groß geworden sind. Deswegen bleiben sie uns auch als Erwachsene verbunden“, erklärt der 1. Vorsitzende Peter Schwafferts, der stolz ist auf das vitale Vereinsleben. Dazu gehört auch das Engagement, mit der das Bad gepflegt wird — angefangen vom Anstrich des Klubhauses bis zum Anlegen der Blumenbeete.

Auch viele Nicht-Mitglieder und Nachbarn nutzten die Gelegenheit, sich die Vereinsanlage (zu der auch ein Beachvolleyballfeld, Tennisplätze und ein kleiner Bolzplatz gehören) mal aus der Nähe anzuschauen. Fast 1500 Mitglieder haben die Wasserfreunde, über ein spezielles Frühschwimmer-Ticket können sich aber auch Externe ins auf 24 Grad erwärmte Wasser stürzen.

Sportlicher Höhepunkt des Sommerfests war das Wasserballspiel des Wasserfreunde Zweitligateams gegen eine deutsche Juniorenauswahl. Die Talente (Jahrgang 96/97) absolvierten seit dem vergangenen Mittwoch einen Sichtungslehrgang in Wuppertal, wohnten im CVJM-Heim auf der Bundeshöhe, trainierten täglich im Freibad Bendahl und wurden dort auch mit Mittag- und Abendessen verpflegt.

„Das sind wirklich Super-Bedingungen, die wir hier haben. Das Wasser und das Becken sind ganz toll“, lobte der deutsche Assistenzcoach André Laube — und der holländische Chefcoach Barry Wittenbernds nickte zustimmend. Viele Talente aus NRW hatte das Duo mitgebracht, allerdings ist derzeit kein Wuppertaler darunter.

Das war mal anders. Echte Klasseleute wie die ehemaligen Nationalspieler Peter Voigt oder das Brüderpaar Tim und Tom Focke hat der Verein momentan allerdings nicht in seinen Reihen. „Wir froh, dass wir mit unseren finanziellen Mitteln und einer sehr motivierten Mannschaft in der Lage sind, um die vorderen Plätze der 2. Liga mitzuspielen. Und auch im Wassersport allgemein sind wir nach wie vor gut aufgestellt sind“, sagte Schwafferts.

Der Vorsitzende setzt übrigens große Hoffnungen auf eine schönen Spätsommer. Denn am Samstag, 3. September, planen die Wasserfreunde die nächste Beachparty. Wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, soll dann auch die Cocktailbar aufgebaut werden, auf die man diesmal noch verzichtet hatte.