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Von Guppies und thailändischen Kampffischen

Von Guppies und thailändischen Kampffischen

Am Samstag trafen sich Aquaristik-Freunde aus ganz NRW in der Immanuelskirche.

Wuppertal. Dieser Prototyp der "Lebendgebärenden"- das sind Fische, deren Weibchen vollentwickelte lebende Junge werfen - besticht durch seine auffällige Farbskala und gehört zu den Trendsettern in diesem Jahr. Davon konnten sich die fünfhundert Besucher der Börse des Aquarienvereins "G.A.T.W." im Gemeindesaal der Immanuelskirche überzeugen.

So freute sich auch Hans-Günter Breidohr, Vorsitzender des Vereins über den großen Zuspruch: "Das lohnt sich für die 25 Aussteller und die Besucher gleichermaßen." Ein in Mexiko von Breidohr entdeckter Fisch wurde nach ihm "Vieja Breidohri" benannt, berichtet der Vorsitzende, der seit dreißig Jahren Südamerika bereist, stolz.

Die Vielfalt der angebotenen Fische reicht von Zwerggarnelen aus Südost-Asien bis zu Kampffischen aus Thailand, von denen man keine zwei Männchen zusammen ins Becken lassen kann, ohne dass es blutig endet. Ob Mosaik-Fadenfisch, Gabelschwanz-Regenbogen, deren langgezogene Flossen ihm seinen Namen gaben, Schwertträger, Welse, Barsche und Diskusfische in jeder Variation, sie alle zogen das Interesse der Besucher auf sich.

Martina Lück aus Kamen, die der Internationalen Gemeinschaft von Labyrinthfischen angehört, freute sich: "Ich habe gerade einen Rundumschlag gestartet und neben Pflanzen, Schnecken und achtzehn Guppies auch Keilfleckbärblinge gekauft." Selbst Aussteller Ralf Pfützenreiter konnte nicht widerstehen und wurde bei einem seiner Kollegen fündig: Neben dem angebotenen Flockenfutter dienen Würmer, rote Mücken und Quellgarnelen als Nahrung: "Die Buntbarsche brauchen auch mal was Kräftiges", so Breidohr.

Dass Schnecken nicht nur als Resteverwerter und Algenvernichter eingesetzt werden, beweist die Zebra-Rennschnecke, die sich allerdings nicht mit Kugelfischen versteht, wie der Aushang eines Ausstellers warnt. Neben den eingefleischten Aquaristik-Fans, dürften auch Besucher, die zufällig "vorbeischauten", auf ihre Kosten gekommen sein.