Verschönerungsverein: Neue Pläne für Barmer Anlagen

Verschönerungsverein: Neue Pläne für Barmer Anlagen

Barmer Verschönerungsverein saniert das marode Denkmal für Ludwig Ringel.

Barmen. Ringel-Denkmal oder Toilettenhäuschen — worum muss sich zuerst gekümmert werden? Mit zwei markanten Bauwerken in den Barmer Anlagen befassten sich die Mitglieder des Barmer Verschönerungsvereins jetzt bei ihrer Versammlung im Rathaus — und es wurde schnell deutlich, dass dem Verein die Instandsetzung des bekannten Ludwig-Ringel-Denkmals wichtig ist.

„In den letzten beiden Wintern hat die Bausubstanz sehr stark gelitten“, berichtete Rüdiger Hofmann vom erweiterten Vorstand. „Die Fugen sind zum Teil ausgewaschen.“ Dadurch könne Feuchtigkeit eindringen und das Denkmal weiter schädigen. Und weil man mit der Instandsetzung des Obelisken im vergangenen Jahr sehr zufrieden gewesen sei, so der Vorstand, habe man nun von derselben Firma ein Angebot zur Reparatur des Ringel-Denkmals vorliegen: Rund 22.000 Euro müssten voraussichtlich für die Instandsetzung des 16 Meter breiten und sieben Meter hohen Bauwerks ausgegeben werden.

Dafür würde das Denkmal gesäubert, gesandstrahlt und mit einer speziellen Schicht versehen, die keine Feuchtigkeit mehr ins Mauerwerk eindringen lasse. Sie wirke zudem auch noch „graffitiabweisend“, so Hofmann. Wichtig sei, dass die Reparatur noch vor dem Winter erfolge.

Natürlich sei die Wiederinbetriebnahme des geschlossenen Toilettenhäuschens „ein Anliegen vieler“, sagte Vereinsvorsitzender Peter Prange zum zweiten Thema. „Doch alles auf einmal ist nicht zu finanzieren. Und die Reparatur des Ringel-Denkmals würde im nächsten Jahr doppelt so teuer werden.“

Um die Kosten zu stemmen und die Defizite in der Vereinskasse im Rahmen zu halten, müssten neue Mitglieder und Förderer gewonnen werden, darin ist man sich beim Verschönerungsverein einig. Es gelte, mehr Interesse für die Barmer Anlagen zu wecken — so wie das beispielsweise im Fall der Nordbahntrasse gelungen sei: „Und ob die je den Erholungswert haben wird, den die Barmer Anlagen heute schon bieten, sei dahingestellt.“ Aber das Projekt Nordbahntrasse habe die Menschen gepackt. „Das muss uns für die Barmer Anlagen auch gelingen.“

Eine positive Bilanz zog der Vereinsvorstand zum Kinderfest des vergangenen Jahres: „Das ist sehr gut angekommen“, sagte Peter Prange. „Ich war überrascht, wie viele Besucher dort hingekommen sind. Kinder sind die künftigen Besucher der Barmer Anlagen — unsere Zielgruppe.“ Auch in diesem Jahr soll es deshalb ein Kinderfest geben: Termin: Samstag, 2. Juli, 14-18 Uhr.

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