Stadtteiltreff: SKJ bewegt seit zehn Jahren einiges im Quartier

Stadtteiltreff: SKJ bewegt seit zehn Jahren einiges im Quartier

Rund 200 Gäste feierten den Geburtstag des Stadtteiltreffs.

Wichlinghausen. Luftballons, die mit Adressen der kleinen und großen Besucher auf ihre Reise starteten, die SKJ-eigene Trommelgruppe oder eine Jugendband des Musikforums Heckinghausen — das und vieles mehr erlebten die rund 200 Gäste beim bunten Jubiläumsfest anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Stadtteiltreffs und des Offenen Ohrs an der Wichlinghauser Straße. Dem gemütlichen Beisammensein mit selbst zubereiteten Speisen und Kuchen taten auch die zeitweise sintflutartigen Regenfälle der Stimmung keinen Abbruch.

Der Verein für sozialtherapeutische Kinder- und Jugendarbeit (SKJ) feierte am Freitag das zehnjährige Bestehen dieser beiden für den Stadtteil unverzichtbaren Einrichtungen. Jimmy Adrian, Gesamtleiter des SKJ betonte dies auch gegenüber den Besuchern aus öffentlichen Institutionen, Freunden und Förderern des Vereins: „Es gibt Hunderte, die hier Großes geleistet haben.“

Vor zehn Jahren habe der Bezirkssozialdienst einen unabhängigen Träger gesucht, der ein niederschwelliges Angebot für Menschen bieten solle, die sich nicht an die öffentlichen Institutionen haben wenden wollen — so sei das Offene Ohr in Wichlinghausen entstanden. In der Folge wurden Stadtteiltreff, eine Mädchengruppe für Elf- bis 14-Jährige, eine Jungengruppe, ein Seniorentreff, ein Treff für muslimische Frauen oder etwa die Kinderstube ins Leben gerufen. „Wir wurden von umliegenden Schulen angesprochen, bedürftigen Kindern mittags eine warme Mahlzeit anzubieten, was bis heute von der Wuppertaler Tafel unterstützt wird“, so Adrian.

Neu im Angebot sei das Landesfinanzierte Projekt Psychosoziale Beratung, für geflüchtete Menschen mit Gewalterfahrung. Die Vernetzung im Stadtteil könnte nicht besser sein. Bezirksbürgermeisterin Christel Simon, stellvertretend für OB Andreas Mucke vor Ort, sprach von einer segensreichen und vielseitigen Einrichtung für das Wichlinghauser Umfeld. Und auch Jugendamtsleiter Dieter Verst, der das Projekt seit dem ersten Tag mitverfolgt hat, erinnerte sich: „Frau Scheffel vom Bezirkssozialdienst ließ damals nicht locker und meinte, wir müssen etwas für Wichlinghausen tun. Seitdem hat sich hier die Infrastruktur im Rahmen der Sozialen Stadt stark verbessert.“ Daneben fungiert der SKJ auch als Kooperationspartner für Projekte im Stadtteil, die über den Verfügungsfond finanziert werden.

Künstlerin Gisela Kettner trug etwa zur Verschönerung der anliegenden Multifunktionshalle bei, wovon die Kinder und Jugendlichen aus dem Quartier sehr profitieren werden. Und auch die Stiftung Brigitte und Peter vom Hemdt unterstützt benachteiligte Kinder und Jugendliche in Wichlinghausen, wie Beiratsmitglied Anna-Maria Dörpelkus, Filialleiterin der Sparkasse Wichlinghausen weiß: „Wir haben ja einen direkten Bezug, und da liegt es nahe, den SKJ zu unterstützen.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung