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Stadtrandcamp: „Hier dürfen Kinder einfach Kinder sein“

Stadtrandcamp: „Hier dürfen Kinder einfach Kinder sein“

Sozialdezernent Stefan Kühn besuchte in dieser Woche das Stadtrandcamp beim CVJM.

Barmen. Schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges entstand die erste Stadtranderholung in Wuppertal. Auch heute ist sie noch populär: „Denn hier dürfen Kinder einfach Kinder sein“, erklärt Wuppertals Sozialdezernent Stefan Kühn. Mit der großen Ferienaktion in den ersten drei Wochen der Sommerferien schlossen die Teilnehmer wieder viele neue Freundschaften und hatten viel Spaß.

Einige Kinder waren die gesamten ersten drei Wochen im Stadtrandcamp beim CVJM an der Bundeshöhe dabei, andere hatten sich nur für eine oder zwei Wochen angemeldet. Spannend fand Alina (13) einen Besuch beim Westdeutschen Rundfunk in Düsseldorf. Dort konnten sich die Mädchen und Jungen die Produktion von Nachrichten ansehen. Die elf-jährige Henriette erzählt von den vielfältigen Abenteuern und Aktionen, die sie erlebt hat: „Wir waren zum Beispiel in einem Klettergarten. Da kam es sehr auf die Teamfähigkeit an.“ Außerdem sind die Kinder ins Kino gefahren, um den Film „Ich einfach unverbesserlich 3“ anzusehen. Stolz fügt sie hinzu: „Das war in Mettmann, es ist eines der ältesten Kinos in ganz Deutschland.“ Sie erwähnt noch einen anderen Höhepunkt der Ferienfreizeit: „Wir bekommen jeden Dienstag und Donnerstag Teilchen vom Bäcker.“

Caritasdirektor Christoph Humburg berichtet: „Es macht den Kindern viel Spaß. Hier entstehen oftmals wichtige Freundschaften und soziale Kontakte, die es im familiären Umfeld nicht gibt.“ Und das Camp leiste wertvolle Arbeit, die die Familie teilweise nicht bieten können. Eltern könnten sich häufig auch keine sechs Wochen Urlaub im Sommer nehmen. Sozialdezernent Kühn ergänzt: „Außerdem lernen die Jungen und Mädchen Wuppertal mal von einer anderen Seite kennen.“ Viele würden etwa das Areal um die Bundeshöhe nicht kennen. Einige wenige Familien, die nicht alle Kosten für das Camp zahlen können, werden von Kindertal finanziell unterstützt. Aber: „Hier finden Kinder aus allen Gesellschaftsbereichen zueinander“, sind sich Humburg und Kühn einig.

Nicht nur die zahlreichen Ausflüge kamen gut an, auch die vielfältigen Spieleaktionen fanden großen Anklang. „Wir haben sehr viele schöne Spiele gespielt und gehen häufig in die Turnhalle“, erzählt die zehnjährige Theresa. Dort würden sie häufig Völkerball spielen. „Meistens gegen die Betreuer“, sagt sie und lacht herzlich. Ihr Lieblingsspiel sei aber das Kartenspiel „Werwolf“, bei dem jedes Kind eine andere Rolle einnehmen und vertreten muss.