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Spelleken-Park II — Zustimmung für die Bebauung

Spelleken-Park II — Zustimmung für die Bebauung

Zwischen Linderhauser und Rheinischer Straße sollen 64 Wohneinheiten entstehen.

Nächstebreck. In Nächstebreck soll weiter gebaut werden. Dem Vorhaben, das neue Wohngebiet „Spelleken-Park“ (die WZ berichtete) zu erweitern, stimmte die Bezirksvertretung (BV) Oberbarmen in ihrer jüngsten Sitzung zu. „Spelleken II“ soll zwischen Linderhauser Straße und Rheinischer Straße entstehen und 64 Wohneinheiten umfassen.

Damit die Gewerbebrache der ehemaligen Firma Spelleken zu Wohnungsbauzwecken genutzt werden kann, muss zunächst der Flächennutzungsplan berichtigt und dann offen gelegt werden. Diesen Maßnahmen erteilte die BV ihre Zustimmung. Dem Votum waren jedoch intensive Gespräche mit dem Investor vorangegangen.

Die ursprünglichen Entwürfe waren der Stadtverwaltung und Politik zu hoch und zu massiv. „Es ist positiv hervorzuheben, dass auf die Kritikpunkte der BV eingegangen wurde“, fasste Heinrich Bieringer (CDU) zusammen. So wird die Zahl der Wohnungen mit 64 deutlich unter den ursprünglich angedachten 98 liegen.

In der Sitzung stellte der Kölner Stadtplaner Stefan Haase, der vom Vorhabensträger mit der Erstellung der Entwurfspläne beauftragt ist, weitere Details vor. So sollen einige Gebäude drei Vollgeschosse und teilweise ein Staffelgeschoss erhalten. Um eine optische Grenze zum bisherigen Gewerbegelände zu erzielen, soll außerdem eine Bebauung „in geschlossener Bauweise entlang der Straße fortgesetzt werden“.

Wohnqualität will der Investor dadurch sicherstellen, dass Schlafzimmer, Terrassen und Balkone der geplanten Eigentums- und frei finanzierten Mietwohnungen zum Innenhof hin liegen sollen — und damit vor dem Lärm der vielbefahrenen Linderhauser Straße geschützt sind, wo täglich bis zu 8000 Autos entlangfahren.

Auch im hinteren Bereich der Rheinischen Straße ist mit Lärm zu rechnen, wenn auch nicht von der Straße, sondern von dem dort bestehenden Gewerbe. „Bisher werden die zulässigen Emissionsgrenzen von 55 dB/A unterschritten“, berichtet Stadtplaner Haase. „Die zukünftigen Bewohner müssen aber mehr Lärm dulden, sollte es beispielsweise zu einer Ausweitung der Produktion kommen.“ Auch auf Geruchsbelästigung müssten sie sich einstellen.

Oberirdische Parkplätze sowie eine Tiefgarage sind ebenfalls in den Planungen berücksichtigt worden. Die Garagenzufahrt soll über die Rheinische Straße erfolgen.

Die Offenlegung des Flächennutzungsplans ist für die Zeit vom 1. August bis 9. September 2011 vorgesehen.