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Sorgen im Stadtteil: Beyenburg fehlt es an Nachwuchs

Sorgen im Stadtteil: Beyenburg fehlt es an Nachwuchs

Beim Neujahrsempfang in der Grundschule war der demografische Wandel eins der vorrangigen Themen.

Beyenburg. Von klein auf will die Grundschule Beyenburg ihren Schülern soziale Verantwortung beibringen. Durch eine Patenschaft für zwei Kinder in Tansania lernen die Kinder daher frühzeitig, dass ihr Lebensstandard alles andere als selbstverständlich ist. „Wir fördern hier auf individuellem Niveau, so dass jeder Erfolgserlebnisse aus der Schule mit nach Hause nimmt. Die alte Lehrer-Schüler-Konstellation gibt es bei uns so nicht mehr“, erklärte Schulleiterin Dorothee Hartmann.

Dennoch habe die Schule im vergangenen Jahr so wenig Neuanmeldungen gehabt, dass eine ganze Schulklasse weniger eingerichtet wurde. Der demografische Wandel beeinflusst aber auch Institutionen über das Schultor hinaus, wie beim 10. Beyenburger Neujahrsempfang in der Grundschule deutlich wurde.

Oberbürgermeister Peter Jung thematisierte das Versorgungsproblem in Beyenburg. Discounter siedeln sich verstärkt in größeren Einzugsgebieten an und auch Einzelhändler scheitern regelmäßig an mangelnder Kostendeckung. „Die Stadt kann leider nur planungsrechtlich den Weg für eine bessere Versorgung ebnen, aber die Investitionen müssen letztlich andere leisten. Da ist man den großen Ketten ausgeliefert“, räumte Jung ein. Stadtverordneter Michael Wessel kann sich unterdessen eine Lösung in der Förderung von mobilen Verkaufswagen im Stadtteil vorstellen.

Optimistisch gab sich die politische Runde hingegen bei der Sanierung der Remlingrader Brücke. „Der gesamte Bereich um den Stausee herum ist eine beliebte Wanderstrecke und ein Naherholungsziel geworden. Deshalb soll die Sanierung schnellstmöglich vonstatten gehen“, erklärte Bezirksbürgermeister Wolfgang Cleff.

Ein Stückchen aus dem Tal möchte nun die Grundschule Beyenburg auf ihrem Schulhof platzieren: Wenn die neuen Schwebebahnzüge über der Wupper fahren, möchte die Schule einen der alten Züge auf ihrem Schulhof aufstellen. 10 000 Euro werden für den Kauf, das Fundament und den Transport fällig. Eine Schwebebahn für Kinder zum Anfassen — das ist es der Schule allemal wert. Jetzt werden Spender gesucht.