Shopping zu Barmen live: Viel Sonne, weniger Kauflust

Shopping zu Barmen live: Viel Sonne, weniger Kauflust

Unterschiedliche Einschätzungen zum Verkaufssonntag in Barmen.

Barmen. Sehr unterschiedlich waren die Reaktionen der Geschäftsinhaber auf den verkaufsoffenen Sonntag im Rahmen von Barmen live. „Das ist der erste verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr“, erklärte Thomas Helbig, Geschäftsführer der ISG Barmen Werth und Inhaber der Buchhandlung Köndgen. Und er zog ein positives Fazit: „Der Werth ist voller Menschen, das Publikum ist so, wie man es bei einem Stadtfest erwarten kann. Ich freue mich, dass nahezu alle Geschäfte mitgemacht haben.“

Aus seiner Sicht sei das Geschäft besser als im Vorjahr gelaufen. „Die beiden Juweliere hier auf dem Werth, Bäumer und Brune, sprachen von anderen Kunden als sonst und sehen das positiv. Und Brune hatte sogar einen kleinen Stand mit zwei Mitarbeiterinnen vor dem Geschäft platziert.“ Mit seiner optimistischen Einschätzung kam Helbig allerdings nicht zum selben Urteil wie Marita Paul von Paul Moden: „Der Freitag war hervorragend, und auch der Samstag war gut, aber heute ist die Kauflust eher verhalten“, sagte sie, und Nadine Jansen von „Inferno“ setzte noch eins drauf: „Für die fünf Stunden hat sich der Aufwand nicht gelohnt. Bei so einem Stadtfest herrscht nicht das richtige Kaufklima. Wenn wir Himmelfahrt geöffnet gehabt hätten, wäre es sicher besser gewesen. Wir haben heute nur deshalb geöffnet, weil es schlecht fürs Image gewesen wäre, wenn wir zu gehabt hätten.“ Martin Geuter von Optik Geuter hatte zwar mit 20 Prozent Rabatt auf Sonnenbrillen geworben, sah den verkaufsoffenen Sonntag aber insgesamt kritisch: „Das ist im Laufe der Jahre immer schlechter geworden.“

Ein fröhliches Gesicht machte stattdessen Silke Haringer vom Media-Shop auf dem Werth: „Wir haben einige Sonderangebote speziell für heute bereitgehalten und freuen uns, dass die Menschen das gut angenommen haben. Also, wir können nicht klagen.“ „Der größte Feind aller Geschäfte ist ein negativer Wetterbericht“, befand ein Geschäftsinhaber. Für gestern Nachmittag, zur besten Öffnungszeit, waren Regengüsse angesagt. Dass sich das nicht bewahrheitet hat und stattdessen bis zu 30 Grad herrschten, sei danach unerheblich gewesen. „Die Leute hatten dann einfach andere Pläne.“ Kundin Brigitte Arlic ist mit einer Einkaufstüte unterwegs: „Ich habe bei Haschi gezielt ein Sonderangebot genutzt. Ich habe das Teil heute 20 Prozent billiger bekommen.“

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