Schulzentrum Ost: Baupfusch an der sanierten Turnhalle

Schulzentrum Ost: Baupfusch an der sanierten Turnhalle

Das Schulzentrum Ost wird derzeit für 36 Millionen Euro saniert. Doch bei der Verlegung der Heizung wurde ein Fehler gemacht.

Wichlinghausen. Wenn eine Sanierung 36 Millionen Euro kostet, sollte man Qualität erwarten können. Doch das ist nicht immer der Fall: Nachdem die Sporthalle des Schulzentrums Ost fertiggestellt wurde, fiel den Schülern und Sportlehrern zunächst auf, dass es empfindlich kalt in der Halle war, obwohl eine neue Fußbodenheizung eingebaut worden war. Kurzerhand halfen die Verantwortlichen sich mit Heizlüftern aus. Doch es kam noch dicker: In der vergangenen Woche tropfte plötzlich Wasser von der Decke der Mensa — darüber liegt die neue Sporthalle.

Gemeinsam mit der Firma, die die Sporthalle erneuert hat, lokalisierten Mitarbeiter des Gebäudemanagements am vergangenen Donnerstag den Fehler: Eine Verbindung der Fußbodenheizung war nicht geschlossen, wohl einfach vergessen worden. Deshalb trat Wasser aus. Mittlerweile wurde der neue Hallenboden geöffnet und die Verbindung geschlossen — was bleibt, ist ein Wasserschaden.

Wie der Schaden behoben wird, muss nun ein Gutachter festlegen. Der Schulbetrieb soll dadurch jedoch nicht gestört werden: „Im schlimmsten Fall, muss der komplette Boden wieder rausgerissen werden. Doch das würde dann in den ersten Wochen der Sommerferien gemacht“, gibt Thomas Lehn vom Gebäudemanagement Entwarnung. Auch CDG-Schulleiterin Silvia Schwarz ist sich sicher: „Der Schulbetrieb wird nicht beeinflusst. Auch die Heizung in der Sporthalle funktioniert jetzt wieder.“

Die zweite gute Nachricht: Für den Steuerzahler werden durch den Pfusch bei der Sanierung wohl keine zusätzlichen Kosten entstehen. „Die Baufirma hat den Fehler akzeptiert und bereits an ihre Versicherung weitergeleitet“, sagt Lehn.

Unterdessen geht der Umbau am Schulzentrum Ost weiter: Gestern sind die Schüler des Carl-Duisberg-Gymnasiums wieder in ihre Schule umgezogen (siehe Kasten). Die Sanierung des Nachbargebäudes, der Max-Planck-Realschule, dauert noch ein Jahr.

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