Schöner wohnen im Gotteshaus: Der Umbau beginnt im April

Schöner wohnen im Gotteshaus: Der Umbau beginnt im April

Der Wuppertaler Frank Kipker will die ehemalige Bonhoeffer-Kirche in ein Gebäude mit 15 Eigentumswohnungen verwandeln.

Barmen. Vielleicht bleibt sogar der Kirchturm stehen. „Das könnte ich mir gut vorstellen“, sagt Frank Kipker und schaut hoch zu der Stahlbeton-Konstruktion, deren Glockengeläut viele Jahre zum Besuch der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche an der Paracelsusstraße einlud. Diese Zeiten sind vorbei — doch neue stehen dem ehemaligen Gotteshaus bevor: Frank Kipker hat das Gelände von der Evangelischen Kirchengemeinde Unterbarmen übernommen, der Wuppertaler Unternehmer will Kirche und Gemeindehaus in einen Komplex mit insgesamt 15 Eigentumswohnungen verwandeln.

Wie berichtet, ist das Gotteshaus entwidmet worden, nachdem die Kirchenleitung 2009 beschlossen hatte, das Grundstück angesichts des Kostendrucks zu vermarkten. Gemeindemitglieder und -gruppen waren sukzessive zur Unterbarmer Hauptkirche „umgezogen“. Im April soll der Umbau starten: Die Gebäude an der Paracelsusstraße — der ehemalige Kirchsaal und das Gemeindezentrum — bleiben dabei zwar erhalten, werden aber komplett entkernt, berichtet Kipker: „Mit diesen Arbeiten beginnen wir schon ab nächster Woche.“ Im Gemeindezentrum, das aufgestockt wird, entstehen sechs Wohnungen. Der Kirchsaal beherbergt künftig neun Einheiten und erhält ein Staffelgeschoss. In einem Anbau soll der Aufzug installiert werden, „damit die Etagen barrierefrei zu erreichen sind“.

Üppig werden die künftigen Wohnungen sein, jede zwischen 100 und 180 Quadratmeter groß: „Hier entstehen mehr als 2000 Quadratmeter Wohnfläche.“ Und das in Nähe des Klinikums, mit Blick aufs Tal — und in einer ehemaligen Kirche.

Für Frank Kipker ist es nicht die erste, die er umbaut. Was das Thema Immobilien angeht, so ist der Wuppertaler ein regelrechter Kirchenfan: „Das sind spannende, originelle Gebäude, die Zusammenarbeit mit den Gemeinden funktioniert immer gut, und man hält sich an Absprachen“, zählt der Unternehmer auf — kurz: „Es macht einfach Spaß.“

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