Schimmel in der Schule: Stadt hat keinen Plan

Schimmel in der Schule: Stadt hat keinen Plan

Schule Windthorststraße: Anbau seit 2011 teilweise gesperrt.

Langerfeld. Schimmel im Leichtbau, den die katholische Grundschule Windt-horststraße und die Freiwillige Feuerwehr nutzen, hat die CDU-Ratsfraktion zu einer Großen Anfrage veranlasst. Fakt ist, so die Antwort der Verwaltung, dass etwas passieren muss. Eine gutachterliche Schätzung geht von Sanierungskosten von mindestens 130 000 Euro aus. Von Verwaltungsseite rechnet man allerdings mit deutlich höheren Kosten. Ein Sanierungskonzept liegt noch nicht vor.

Bereits im November 2011, so die Verwaltung, war im Leichtbau aufgefallen, dass es seltsam riecht. Messungen ergaben, dass nur im Musikraum die Schimmelkonzentration erhöht ist. Fündig wurden die Prüfer, als sie sich die Unterseiten der Spanplatten am Boden ansahen: Sowohl im Boden der Schulräume als auch in der Mineralwolle der Außenwand wurde Schimmel gefunden. Ausbreiten konnte sich der Pilz, weil Elemente der Bodenkonstruktion nicht gedämmt sind und weil es keine Dampfsperre gibt — im Boden sind Folien nicht verschweißt worden.

Als Folge des Befalls kann die Schule bereits seit Dezember 2011 zwei Räume des Modulbaus nicht mehr benutzen. Unterrichtsausfälle habe das aber nicht mit sich gebracht, heißt es seitens der Verwaltung: Wegen gesunkener Schülerzahlen sei genug Platz im Altbau. Weil die betroffenen Räume sofort gesperrt worden seien, bestehe für die Schüler keine Gesundheitsgefahr.

Obwohl die Probleme seit Ende 2011 bekannt sind, wird noch immer an einem Konzept zur Sanierung des Modulbaus gearbeitet. Weil eine Dämmung von außen sehr teuer würde, prüft die Stadt nun eine Dämmung von innen. Dabei müssten der Boden angehoben und Inneneinbauten angeglichen werden. Was das kosten würde, kann die Stadt derzeit ebenso wenig vorlegen wie einen Zeitplan.