Restaurant L’elefantino zieht von der Wupper nach Heckinghausen

Restaurant L’elefantino zieht von der Wupper nach Heckinghausen

Am neuen Standort an der Bockmühle öffnet Inhaber Carmelo Campisi schon am 15. Januar seine Türen. Der Umzug war nicht freiwillig.

Heckinghausen. „L´elefantino“, das beliebte italienische Restaurant am Unterdörnen an der Adlerbrücke hat seit dem 10. Dezember geschlossen, doch Inhaber Carmelo Campisi tröstet seine langjährigen Stammgäste: „Am 15. Januar eröffne ich neu in Heckinghausen in der Bockmühle 56.“ „L´elefantino“ (kleiner Elefant) erinnert an das historische Ereignis, das die ohnehin weltbekannte Schwebebahn am 21. Juli 1950 in den Blickpunkt internationalen Interesses rückte.

An diesem Tag sprang nämlich das kleine Elefantenmädchen „Tuffi“ in Höhe der Schwebebahnhaltestelle Adlerbrücke in die Wupper, nachdem sie — genervt vom Rummel um ihre gewichtige Person — eine Seitenwand des Wagens durchbrach und ihre Nahverkehrsfahrt effektvoll beendete.

Der Zirkus Althoff hatte die Tour vom Alten Markt aus zu Werbezwecken für das Gastspiel auf dem Carnaper Platz arrangiert, nicht ahnend, dass sie so schnell enden sollte. Tuffi überstand den Sturz übrigens nahezu unbeschadet und wurde an Ort und Stelle von der dortigen Elefanten-Apotheke mittels eines auf das voluminöse Hinterteil geklebten Pflasters verarztet.

Nachfolger der Pharmazie wurde vor einigen Jahren „L‘elefantino“, das italienische Restaurant. Und weil das einen direkten Zugang zur Wupper aufweisen konnte, wurde es auch vom Verein „neue Ufer“, der sich mit der Renaturierung der Wupper beschäftigt, zum Vereinslokal auserkoren.

Als engagierter Wuppertaler ließ sich Carmelo Campisi auch nicht lange bitten, seinen Beitrag zum Vereinskonzept zu liefern. „Ich bin einer der ersten Wupper-Paten“, erklärt der Gastronom stolz und zeigt auf die Urkunde, die im Unterdörnen noch an der Wand hängt und sicher demnächst auch die neuen Räume in der Bockmühle zieren wird. Gäste und Wirt fühlten sich am Standort an der Adlerbrücke sichtlich wohl. Doch das Gebäude wurde verkauft, und der neue Besitzer hatte offensichtlich andere Pläne mit den gut 100 Quadratmetern. „Zum 31. Dezember dieses Jahres müssen wir hier raus“, so Campisi, alles andere als erfreut, wobei auch das Plakat „Wir müssen schließen“ aussagt, dass das Ganze für den italienischen Gastronomen und den neuen türkischen Besitzer keine „Win-Win-Situation“ bedeutet. In zwei Wochen soll das neue Lokal schon unter dem alten Namen „L´elefantino“ in Heckinghausen eröffnet werden. „Wir behalten unser Konzept mit frisch gemachten Speisen, auch für den gehobenen Geschmack, bei und haben etwa die gleiche Restaurantgröße zur Verfügung. Und natürlich hoffen wir, dass uns unsere alte Kundschaft treu bleibt und neue Gäste aus Heckinghausen dazu kommen“, zeigt sich Carmelo Campisis vor dem Start an der Bockmühle optimistisch.