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Wuppertal: Quartierbüro „Romi“: Ein neuer Treffpunkt auf dem Rott

Wuppertal : Quartierbüro „Romi“: Ein neuer Treffpunkt auf dem Rott

Das Quartierbüro „Romi“ wurde jetzt an der Rödiger Straße eröffnet. Es bietet viele Sprechstunden für alle Altersklassen.

Rott. „Romi“ heißt das neue Quartierbüro auf dem Rott. Da steckt nicht nur der Name des Viertels, sondern auch das Wort „Miteinander“ drin. Um den Zusammenhalt auf dem Rott zu stärken, hat der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) einen Stadtteiltreff in der Rödiger Straße eingerichtet. Ob Jung oder Alt, Kinder oder Erwachsene - jeder ist willkommen in den hellen hohen Räumen, die früher eine Drogerie und noch früher eine Eckkneipe waren.

Herrin über die 50 Quadratmeter des „Romi“ ist Sozialpädagogin Susanne Paulat. Jeden Dienstag und Donnerstag wird sie das Quartierbüro öffnen. Vorigen Donnerstag konnte man sich erstmals bei der Einweihungsfeier umschauen. „Es soll ein niedrigschwelliges Angebot sein“, erklärte Paulat den Gästen. „Man kann auch einfach hier hereinkommen und einen Kaffee trinken.“

Ansonsten können Besucher mit allen Fragen kommen. Welche Freizeitangebote für Kinder gibt es auf dem Rott? Wo und wie kann ich einen Wohngeldantrag stellen? Eine ganze Wand mit Broschüren und Infomaterial hilft, diese Fragen zu klären. Wer persönliche Probleme hat, findet hier ebenfalls ein offenes Ohr.

Daneben soll das „Romi“ eine Kommunikationsbörse sein. Pinnwände unter den Überschriften „Suche“ und „Biete“ helfen, Kontakte zu vermitteln. Die Regale der „Gib-und-Nimm-Ecke“ waren am Eröffnungstag bereits gefüllt — mit Rucksäcken, Spielzeug und Weihnachtsdeko. „Jeder kann etwas mitnehmen“, sagte Paulat. „Man kann gleichzeitig etwas spenden, muss aber nicht.“ Und wer Vorschläge für weitere Aktivitäten hat, kann diese in die „Ideenbox“ aus Pappe werfen.

Die SkF-Mitarbeiterin, die zehn Stunden in der Woche präsent sein wird, bekommt noch Verstärkung. In Zukunft ist der Quartierhausmeister für das „Romi“ unterwegs und bietet seine Hilfe auf der Straße an - beim Einkaufen zum Beispiel.

Das „Romi“ wird gemeinsam vom Sozialdienst katholischer Frauen und von der Stadt getragen. Die Stadtverwaltung richtete Paulats zusätzliche „Viertelstelle“ ein, der SkF das Büro. Deshalb begrüßten bei der Eröffnung Vertreter von Stadt und Kirche die Besucher.

Mit Weihwasser segnete Pastoralreferent Werner Kleine die Räume und Oberbürgermeister Andreas Mucke sorgte für großes Gelächter, als er die Anwesenden „hyperflotte Rotter“ nannte. Das war eine Anspielung auf das Motto „Wie wird der flotte Rotter noch flotter?“, unter dem im letzten Jahr Viertelbewohner — darunter viele Mitglieder des Rotter Bürgervereins — eine zentrale Anlaufstelle angeregt hatten. Diese Idee ist nun Wirklichkeit geworden.

Vom „Romi“ war Karl-Heinz Emde, Vorsitzender des Rotter Bürgervereins, begeistert. „Das Angebot ist toll! Wir haben hier ja viele alte Menschen wohnen. Die werden die Hilfestellung sicher gern in Anspruch nehmen.“ Nach dem heiteren Auftakt sprach Mucke auch die Probleme im Viertel an, in dem Einheimische und Migranten, Rentner und junge Familien zusammenleben. Das „Romi“ könne da vermitteln.