1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Stadtteile
  4. Barmen

Polizeipräsidentin spricht zu Beyenburgern

Polizeipräsidentin spricht zu Beyenburgern

Birgitta Radermacher berichtet über Verkehrsunfälle und Einbrüche in Beyenburg.

Beyenburg. „Was sie uns erzählt, wissen wir bestimmt alle schon“, merkt eine ältere Dame an und fügt erklärend hinzu: „Wir sollen besser auf unsere Sachen aufpassen.“ Gerade jetzt seien schließlich wieder viele Taschendiebe unterwegs, die Einbruchsrate steige, und bei Dunkelheit fühle man sich oft unsicher.

Bereits zum dritten Mal richtete der Beyenburger Bürgerverein, er hat mehr als 220 Mitglieder, ein Bürgercafé aus. Die diesjährige Gastrednerin war Birgitta Radermacher, Polizeipräsidentin für Wuppertal, Remscheid und Solingen. Neben Zahlen und Statistiken zur Behörde, die sich etwa mit dem Thema Einbruch beschäftigen, ließ sie sich auch einige Anekdoten nicht nehmen.

„In NRW haben wir rund 37 000 Vollzugsbeamte, darunter auch angehende Polizisten, die sich im Bachelorstudium befinden. Gleichzeitig haben sie aber auch Praxisphasen, und so landete vor kurzem ein Beschwerdebrief auf meinem Tisch“, erzählt die Polizeipräsidentin.

Darin ging es um das Unverständnis darüber, dass die Polizei bei einem kleinen Vorfall gleich mit drei Leuten angerückt sei, von denen zwei herumstanden und nur die „nette, junge Dame“ gearbeitet habe. „Die nette, junge Dame war eine Bachelorstudentin und sollte ihr theoretisches Wissen anwenden. Die beiden älteren Herren waren ihre Ausbilder“, erklärt Radermacher. Die Studenten seien zudem daran erkennbar, dass sie zwar eine Uniform trügen, aber keinen Stern.

Mit der Kreispolizeibehörde Wuppertal ist Radermacher für die größte Polizeibehörde im Regierungsbezirk Düsseldorf verantwortlich und dabei für über 1600 Mitarbeiter zuständig. „Wuppertal liegt besonders bei den Verkehrsunfällen im unteren Bereich“, sagte die Polizeipräsidentin stolz. Die Einbruchszahlen hingegen liegen mit 950 Einbrüchen im Jahr 2012 im Mittel — in Beyenburg jedoch sei es im Stadtteilvergleich durchschnittlich weniger.

„Das Problem ist heutzutage, dass wir es nicht mehr mit Gelegenheitsdieben zu tun, sondern vielmehr mit professionellen Organisationen.“ Häufig fange es mit Taschendiebstählen an, dann folgten Wohnungseinbrüche und Metalldiebstahl.

Um Einbrüchen vorzubeugen, gebe es unter anderem eine Zusammenarbeit mit Bauunternehmen, damit direkt einbruchsichere Fenster eingebaut würden, berichtete Radermacher.

www.buergerverein- beyenburg.de