Parkärger an der Lante ist beigelegt

Parkärger an der Lante ist beigelegt

Jahrelang lagen die Anwohner mit dem Betreiber eines Autohofs im Streit. Nach einem Gespräch ist nun alles anders.

Hatzfeld. Die Situation an der Lante schien zu einer unendlichen Geschichte auszuarten. Seitdem der Autohof dort vor etwa zwei Jahren einzog, hatten die Anwohner Ärger. Ärger mit zu Unrecht auf der schmalen Straße parkenden Transportern, Ärger mit von fern angereisten Kunden, Ärger mit deren Hinterlassenschaften und Übernachtungsgewohnheiten. Seit drei Wochen ist aber Ruhe: Nach einem Gespräch mit einem Mitarbeiter des Autohofs läuft plötzlich alles geregelt ab.

„Wir sind wirklich überrascht“, sagt Gisela Schlüter, Anwohnerin und Mitglied der CDU-Ratsfraktion. „Am 1. Februar waren Vertreter der Stadtverwaltung für einen Ortstermin hier“, erzählt sie. „Da war uns der Mann am Autohof schon aufgefallen. Nachdem die Herren von der Stadt weg waren, kam er auf uns zu.“ Und das sei ein Novum gewesen: Bisher hatte es überhaupt keinen konstruktiven Austausch mit dem Autohof gegeben. Der Inhaber sei der Mann nicht gewesen, trotzdem habe er anscheinend einiges bewirkt.

Die Stadt hat nach dem Ortstermin Papierkörbe aufhängen lassen. Und die würden auch genutzt werden. Außerdem sei auf dem Autohof ordentlich Platz für die Fahrzeuge der Kunden geschaffen worden. „Mehr wollten wir ja gar nicht. Gegen die Geschäfte des Autohofs haben wir nichts“, sagt Gisela Schlüter.

Wohl aber gegen die „katastrophalen Umstände“, die den Anwohnern in der Vergangenheit bereitet worden waren. Die Straße sei teilweise beidseitig zugeparkt worden, so dass für die Anwohner kein Durchkommen mehr war. Die Kunden, die aus den verschiedensten europäischen Ländern anreisten, ließen nachts die Motoren laufen, verrichteten ihre Notdurft in den Vorgärten, vergnügten sich mit Prostituierten, so Schlüter. Autos wurden nicht auf dem Hof — dort war vor lauter zum Verkauf stehenden Autos kein Platz — sondern auf der Straße verladen. Wieder kein Durchkommen für die Anwohner. Deren Kinder hätten auf ihrem Weg zur Schule Slalom zwischen den LKW laufen müssen, der schmale Bürgersteig war ja zugeparkt.

Das von der Stadt vor etwa einem halben Jahr verhängte absolute Halteverbot hatte sich zunächst als wirkungslos erwiesen. Jetzt, seit dem Gespräch mit dem Mitarbeiter, ist es das nicht mehr. „Der Mann war wirklich sehr aufgeschlossen“, erklärt Schlüter. Bisher sei der Austausch mit den Mitarbeitern oder Kunden des Autohofs — Schlüter und die Anwohner konnten nicht ausmachen, zu welcher Gruppe sie gehörten — sehr schlecht verlaufen, auch wegen sprachlicher Barrieren. „Aber den Ton haben wir trotzdem verstanden, meinen Nachbarn wurden Prügel angedroht, mir hat man ins Auto getreten.“ Ein Gespräch mit dem Inhaber des Autohofs und der Stadt stand eigentlich noch aus. Jetzt, wo die Situation fürs Erste geklärt zu sein scheint, verzichtet die Stadt vorerst darauf.