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Nordstädter Bürgerverein: Gut aufgestellt mit 1040 Mitgliedern

Nordstädter Bürgerverein: Gut aufgestellt mit 1040 Mitgliedern

Der Nordstädter Bürgerverein gehört zu den größten in NRW.

Barmen. 1040 Mitglieder zählt der Nordstädter Bürgerverein (NBV) aktuell. Damit ist der NBV zahlenmäßig der größte Bürgerverein in Wuppertal. Das wäre eigentlich ein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen — doch der Vorstand des NBV arbeitet fortlaufend daran, Menschen für den Verein zu begeistern.

Bei der Jahreshauptversammlung, die erstmals im Gemeindesaal der Gemarker Kirche in Barmen stattfand, blickte NBV-Vorsitzender Dieter Mahler auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr zurück und bot einen Ausblick auf 2011. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer stehen wieder zahlreiche Ausflüge, Feste und Veranstaltungen auf dem Programm des NBV.

Auch das Thema „Kinderspielplatz im Nordpark“ sprach Dieter Mahler in seinem Vortrag an. Dabei betonte er, dass der NBV nach wie vor bereit ist, 60 000 Euro in das mit insgesamt 550 000 Euro veranschlagte Projekt zu investieren — sofern es dieses Jahr bewilligt wird. Eine weitere Verzögerung bei der Entscheidungsfindung durch das Land NRW könnte den Bürgerverein rechtlich in Schwierigkeiten bringen, verdeutlichte der Vorsitzende: „Wir haben das Geld, aber das Finanzamt sitzt uns im Nacken. Wir sind ein gemeinnütziger Verein und dürfen kein Vermögen besitzen.“ Sollte das Land der Stadt Wuppertal keine Genehmigung und in der Folge keine Fördermittel für die Verschönerungsarbeiten im Nordpark genehmigen, muss der NBV Konsequenzen ziehen. „Dann werden wir wohl von den 60 000 Euro einige Spielergeräte kaufen“, erklärte Mahler.

Als Gastredner war der Präsident des Verbands Deutscher Bürgervereine, Helmut Heymann aus Monheim, nach Barmen gekommen. Er befasste sich mit dem Thema „Die Bürgervereine im 21. Jahrhundert“. Dabei gab er Anregungen, wie Vereine auch in der heutigen Zeit Mitglieder gewinnen und begeistern können.

Für die Nordstädter gab das Referat Anlass zur Freude, denn fast alle Punkte, die der Fachmann erwähnte, werden vom NBV schon praktiziert. Egal, ob es darum geht, sich als Verein klar für die Belange der Bürger einzusetzen, oder Menschen mit Migrationshintergrund als potenzielle Mitglieder anzusprechen: Der NBV ist auf einem guten Weg. Das sah auch der Referent so und bescheinigte den zahlreichen aktiven Ehrenamtlichen: „Sie sind super aufgestellt. Ich kenne kaum einen Bürgerverein, der mehr als 1000 Mitglieder hat.“