Neuer Trassenzugang am Clausen — jetzt wird im Tunnel Rott asphaltiert

Neuer Trassenzugang am Clausen — jetzt wird im Tunnel Rott asphaltiert

Die Wuppertal Bewegung hat mit Bürger- und Sponsorenhilfe den Anschluss im Bereich Clausen eingerichtet.

Barmen. Da kann die Trasse noch so komfortabel ausgebaut sein: Wenn die passenden Zugänge und Anschlüsse gerade in der Stadt fehlen, ist der Rad- und Wanderweg nur die Hälfte wert. Wie ein solcher Anschluss mit vereinten Kräften geschafft werden kann, hat die Wuppertal Bewegung am Zugang Clausen bewiesen. Bei einem Ortstermin gab es am Donnerstagmittag einen Dank an alle helfenden Hände bei diesem Projekt — und einen Ausblick auf die nächsten Aktivitäten.

Alles andere als zufällig kamen auch die Klassen 2 b und 4 b der Europaschule Rudolfstraße am Donnerstag zum Stelldichein auf der Nordbahntrasse, um Radfahrer und Wanderer mit glasklarem Gesang zu grüßen: Die Mädchen und Jungen gehören zu den Wuppertalern, die die Nordbahntrasse täglich für ihren sicheren Weg zur Schule nutzen.

Auch für sie hat sich das Gartenbauunternehmen Leonhards als Sponsor gut acht Tage lang mit einem Arbeitsteam ins Zeug gelegt — als Sponsor unter anderem für die Erd- und Schotterarbeiten mit dem Bagger: „Auch wir haben schließlich Mitarbeiter, die die Nordbahntrasse für ihren Weg zur Arbeit nutzen“, erklärt Prokurist Martin Belz.

Noch ist der Zugang Clausen aber nicht gepflastert. Vorgesehen ist hier später der Einsatz genau jener Steine, die im Sommer im Abschnitt Uellendahl verbaut wurden, erklärt Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertal Bewegung: Der Anschluss erfülle gleich in mehrfacher Hinsicht eine „wichtige Funktion“ — zumal er das Wohngebiet von der Clausenstraße bis zum Schnapsstüber an die Nordbahntrasse anschließt.

Auf den Einsatz engagierter Bürger und Firmen werde man in Zukunft noch häufiger zurückgreifen müssen, „da infolge der gestiegenen Baukosten ja kaum noch Geld für Zugänge da ist“, wie Gerhardt betont. „Diese sind sind seitens der Planer vielfach einfach gestrichen worden.“ Massiv wirkt inzwischen der Wegebau bis zum Tunnel Rott, in dem die Mitarbeiter des Wichernhauses alles so gut vorbereitet haben, dass pünktlich zur Fledermaus-Baupause in diesem Tunnel noch gepflastert und asphaltiert werden konnte.

Ob und in welcher Form der Tunnel Rott in absehbarer Zeit geöffnet werden kann, sollen Gespräche im Oktober zeigen.

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