Neue Kinderstube für den Fischnachwuchs

Neue Kinderstube für den Fischnachwuchs

Der Wupperverband hat am Stausee einen Nebenarm geschaffen.

Beyenburg. Die Elritzen sind schon da. „Es sind viele Fische zu sehen. Das ist sehr erfreulich“, sagt Monika Ebers, Sprecherin des Wupperverbandes. In den vergangenen Wochen hat der Verband eine Wiese an der Straße Vor der Hardt zum Biotop umgestaltet. Entstanden ist ein Nebenarm zum Stausee, der etwa 100 Meter lang ist und an beiden Enden mit dem Stausee verbunden ist. Seine Aufgabe: Der Nebenarm soll insbesondere den zur Familie der Karpfen gehörenden Fischarten wie Rotaugen und Rotfedern, aber eben auch Elritzen als Laichgewässer dienen.

Das neugeschaffene Gewässer hat nur geringe Wassertiefen von 20 Zentimetern bis zwei Metern, wodurch sich das Wasser schneller erwärmen kann. Das kommt diese Fischarten entgegen, die höhere Temperaturen zum laien benötigen.

Zusätzlich hat der Wupperverband den unteren Teil eines kleinen Siefens offen gelegt. Der Hofsiefen ist etwa 284 Meter lang und lief bislang unterirdisch unter einem Privatgrundstück und unter der Straße Vor der Hardt. Auf seinen letzten Metern läuft der Siefen zukünftig offen über die Wiese. Neu angelegt wurde auch ein Erddamm. Das gesamte Projekt ist eine Ausgleichsmaßnahme für den Mähbootanleger, der am oberen Ende der Wiese errichtet wurde.

Nicht ganz rund läuft es dagegen bei der Errichtung der Fischtreppe am Stausee. „Die sollte eigentlich schon längst laufen“, räumt Ebers ein. Allerdings gab es immer wieder Probleme mit undichten Stellen (die WZ berichtete). „Wir forschen weiter, welche Auswirkungen die Fischtreppe auf den Grundwasserspiegel hat.“ Ein Sickerprisma soll dabei helfen. Dazu wird Kies in eine Geotextil-Form eingefüllt und soll dafür sorgen, dass das Wasser nicht direkt von der Fischtreppe an das Wehr gelangt. „Jetzt wird geprüft, wie sich das Wehr darauf verhält“, erklärt Ebers. Sollte es dicht halten, steht einer Eröffnung der Fischtreppe nichts mehr im Wege. Einen möglichen Zeitpunkt will Ebers aber noch nicht nennen. „Wir sind etwas vorsichtiger geworden.“ est

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