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Navi führt Lkw-Fahrer in die Falle

Navi führt Lkw-Fahrer in die Falle

Der Remscheider suchte wegen der Sperrung der Windfoche eine Umleitung — und steckte in Hengsten fest.

Wuppertal. Die Fahrt endete Mittwoch Morgen zwischen zwei Häusern in der Hofschaft Hengsten. Egal ob vorwärts oder rückwärts — nichts ging mehr für den Remscheider Lkw-Fahrer. Die Straße wurde zur Falle. „Wobei Straße ja auch optimistisch ausgedrückt ist“, sagt Anwohner Heinz-Werner Putzke mit einem Schmunzeln. „Eigentlich ist das mehr ein ausgebauter Feldweg — und garantiert keine Umleitungsstrecke.“

Navi führt Lkw-Fahrer in die Falle
Foto: privat

Darauf hatte der Fahrer aber offenbar gehofft, als er einen Schleichweg suchte, um die Sperrung der Straße Windfoche zu umgehen. Die sorgt bei den Beyenburgern derzeit für viel Ärger (siehe oben) und hat in dem Remscheider, der von Lüttringhausen nach Gummersbach wollte, wohl ein weiteres „Opfer“ gefunden.

Das blinde Vertrauen ins Navi war offenbar der Grund, wie Putzke erklärt. Das Gerät zeigte nämlich eine schmale „Straße“ an. „Der Fahrer wollte dann über Hengsten fahren. Die Warnschilder, dass die Straße nur zwei Meter breit ist und die Schilder, die auf die Gewichtsbegrenzung hinweisen, hat er dann übersehen.“ Mit dem Ergebnis, dass sich das 16 Meter lange Fahrzeug zwischen Hausnummer 1, wo Putzke wohnt, und Hausnummer 2 verkeilte. „Ich hab noch am Frühstückstisch gehört, wie er versucht hat, da raus zu kommen.“ Vergeblich.

Die ADAC musste anrücken. Zweimal. „Beim ersten Mal war deren Fahrzeug zu klein, um den Lkw zu befreien“, so Putzke. Mit einem größeren schafften es die „Gelben Engel“ dann aber doch, den Lkw gut einen Kilometer rückwärts wieder auf eine „richtige“ Straße zu ziehen. Ende gut, alles gut.

„Am Anfang war ich ja etwas sauer darüber, dass er überhaupt hier ’reingefahren ist“, sagt Putzke. „Dann tat der arme Kerl mir aber leid.“ Für den Unglücksraben gab’s dann während der Wartezeit Kaffee. Die Polizei, die zwischenzeitlich vor Ort war, beließ es auch bei einer Verwarnung — und in Zukunft verlässt sich der Remscheider hoffentlich nicht mehr zu sehr auf sein Navi.