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Barmen: Mehr Sicherheit am Rollator

Barmen : Mehr Sicherheit am Rollator

Fachleute informieren über Modelle und den richtigen Gebrauch. Die Aktion soll wiederholt werden.

Wuppertal. Rollatoren werden für immer mehr Menschen zur unverzichtbaren Mobilitätsstütze. Da es in vielen Fällen aber an der Ausstattung — und häufig auch am richtigen Umgang — hapert, veranstaltete der Beirat der Menschen mit Behinderungen gestern Nachmittag auf den Johannes-Rau-Platz einen Rollator-Informationstag.

Mehrere hundert Senioren kamen, um sich zu informieren und ließen die Premiere zu einem Erfolg werden. „Die Zahl an Unfällen mit Rollatoren ist deutlich angestiegen“, weiß Beirats-Vorsitzender Bernd Engels und verweist auf den demografischen Wandel. „Viele haben ungeeignete Geräte, weil sie sparen wollen und die Krankenkassen nur einen bestimmten Pauschalanteil zahlen.“

Engels prangert an, dass die Kassen eigentlich mehr leisten müssten. Dass Billigkäufe ein großes Manko seien, weiß auch Andreas Neumann, Außendienstleiter des Reha-Teams Beuthel. „Viele ärgern sich, dass ihr Billig-Rollator nach einem halben Jahr auseinanderfällt. Das kann ein Riesen-Unsicherheitsfaktor sein“, gibt Neumann zu Bedenken. Die Besucher lernten, dass nicht nur das Material der Rollatoren höchst unterschiedlich ausfallen und Gewichtsklassen zwischen fünf und 13 Kilogramm hervorbringen kann, sondern auch die Reifenwahl.

„Es gibt neben dem Universal-Reifen auch sportliche Reifen für ein weiches, gedämpftes Fahrgefühl, außerdem sogar Offroad-Räder für diejenigen, die Wandertouren unternehmen“, informierte Manske. Weitere Qualitätsmerkmale seien Höhenverstellbarkeit und Einklappfähigkeit. Dass neben Bordsteinkanten grade das Ein- und Aussteigen in den Bus für Viele ein großes Hindernis darstellt, weiß Sylvia Schmid nur zu genau.

Die Mobilitätsberaterin der Stadtwerke informierte die Gäste mit Hilfe eines Original-WSW-Busses, wie man Unfälle verhindern kann. „Das war sehr lehrreich. Jetzt weiß ich, dass ich beim Einsteigen immer die Bremse anziehen und nur die Haltegriffe benutzen sollte“, berichtet die 68-jährige Renate Becker, die extra aus Radevormwald gekommen war. „Bislang hab ich den schweren Rollator immer auf die Busfläche gehoben. Jetzt weiß ich, dass ich ihn viel besser hochkippe“, wertete auch der 75-jährige Manfred Menser die Schulung als persönlichen Erfolg.