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Langerfeld: Margarete kennt im Stadtteil fast jeder

Langerfeld : Margarete kennt im Stadtteil fast jeder

Die Vorsitzende des Bürgervereins wurde für ihr Engagement jetzt mit dem „Wuppertaler“ geehrt.

Langerfeld. Wer mit Margarete Hahn durch Langerfeld geht, der hat eine kundige Fremdenführerin an seiner Seite: Die Vorsitzende des örtlichen Bürgervereins hat zu vielen Gebäuden Wissenswertes zu berichten.

Margarete Hahn, die sich vielseitig für ihre Stadt und vor allem für ihren Stadtteil, „ihr Dorf“, engagiert, wurde Anfang des Monats für ihren unermüdlichen Einsatz von der Stadt der „Wuppertaler“ durch überreicht.

Verdiente Ehre für eine Arbeit, die ihr offensichtlich mehr Lust als Last ist — spricht doch, wenn sie durch Langerfeld geht, aus jedem ihrer Worte die Liebe zum östlichen Stadtteil.

In Thüringen geboren und in Elberfeld aufgewachsen, zog sie vor 29 Jahren nach Langerfeld, war beruflich in Elberfeld bei der Stadtsparkasse tätig. „Als wir hierhin gezogen sind, da habe ich schon befürchtet, dass wir mal ein einsames Alter haben würden, weil ich doch in Elberfeld arbeite und in Langerfeld niemanden kenne.“

Deshalb trat Margarete Hahn in den Bürgerverein Langerfeld ein, und - von ihren Vereinskameraden als kontaktfreudiger Mensch mit organisatorischem Weitblick schnell ausgemacht - ließen Vorstandsämter nicht lange auf sich warten. „Jetzt bin ich schon seit 14 Jahren Vorsitzende“, blickt zurück und weist auf eine ihrer Lieblingsstraßen: die Beyeröhde, wo aus den Bandfabriken der Fabrikanten-Dynastie Backmannshagen originelle Wohnungen entstanden sind. „Und schauen Sie hier auf die Wohnhäuserzeilen aus den fünfziger und sechziger Jahren — die werden doch toll restauriert“, sagt Hahn. Sie zeigt auf ursprünglich schmucklose Bauten, die durch einen flotten Anstrich, Isolierungen und vergrößerte Fenster echte Hingucker geworden sind. „Man muss nur richtig schauen, dann sieht man wie sich nicht nur hier, sondern in der ganzen Stadt viel tut.“

Das Engagement der Wuppertaler Bürgervereine gehöre dazu. „Wir wissen, wo die Menschen der Schuh drückt, und wir können als Sprachrohr der Bürger fungieren“, sagt Margarete Hahn.

Da zieht sie auch mit den Politikern aller Couleur aus der Bezirksvertretung an einem Strang. „Das ist eine gute Zusammenarbeit“, lobt die zweifache Großmutter, die mit ihrem Mann in einem Mehr-Generationenhaus in Langerfeld lebt.

Den Bekanntheitsgrad ihrer Großmutter bemerken die Enkel regelmäßig bei Sparziergängen durch den Stadtteil. Als sie erstmals registrierten, wie Margarete Hahn ständig von Passanten und Anwohnern gegrüßt und ihr zugewinkt wurde, meinten die Kinder schon staunend: „Mensch, Oma, was bist du berühmt.“