Leo-Theater: Grillen mit Heinz Erhardt

Leo-Theater: Grillen mit Heinz Erhardt

Unterhaltsames Sommerfest mit Programm-Ausschnitten, Führungen und Ausstellungseröffnung.

Langerfeld. „Ich heiße Heinz Erhardt und Sie herzlich willkommen!“ — mit diesen Worten eröffnete Thorsten Hamer alias Heinz Erhardt gestern Mittag die Grillsaison beim Sommerfest im und am Leo-Theater an der Öhder Straße. Und er fügte zur Belustigung seiner Mitgriller noch das ein oder andere Erhardt-Tiergedicht an, wie das vom Specht, dem in der Höhe schlecht wird. Die vielen Besucher bekamen zahlreiche Attraktionen der Aktiven des Leo-Theaters geboten — und hatten sichtlich Spaß daran.

Während sich die Kinder draußen zu Tiger, Schmetterling und Co. schminken ließen, genossen die Eltern Programm-Ausschnitte aus „Die besten Tage meines Lebens“, Julia Streichs Tucholsky-Programm „Ein Mädchen packt aus“ und Hamers Soloprogrammen wie „Allein in der Sauna“. Die Gäste amüsierten sich köstlich bei der Heinz Erhardt-Revue.

Zum spannenden Blick hinter die Kulissen luden Führungen ein, als Höhepunkt gab es die Leseprobe — das vor den Proben übliche reine Lesen der Rollen — zu der am 17. August Premiere feiernden Farce „Matchball“ von Frank Pinkus. Den Heidenspaß daran merkte man nicht nur dem Publikum, sondern auch den Lesenden (Thorsten Hamer, Christiane Breucker und Racine Tewes) selbst an.

Neben Theater wurden Kunst-Stände mit Glaskunst und Holzschmuck der Ateliers im Leo-Theater geboten, Künstler luden zum Schauen, zu Gesprächen und natürlich zum Kaufen ein. Die Kleinen konnten Wachs-Bügel-Bilder-Postkarten selbst herstellen, im Café gab es Kaffee und Kuchen.

Später eröffnete Thorsten Hamer zusammen mit den anwesenden Künstlern die Gemeinschaftsausstellung „Seelenballast“ von marcpierre (Fotografie, Gedichte) und Horst A. Müller (Skulpturen). Schwarz-Weiß-Fotografien werden in Beziehung zu nachdenklichen, kritischen oder melancholischen Gedichten gesetzt, mit denen wiederum die Skulpturen korrespondieren — zum Beispiel eine schmale Holzuhr zu einem Gedicht über das Warten.

Sehr viel Spaß hatten Besucher des Sommerfestes, als sie sich im Kostüm als Polizist, Adliger oder Diva fotografieren lassen konnten. Und es gab auch eine Tombola und zum Abschluss Thorsten Hamers Lesung von Balladen in den Ateliers. Rundum war es ein buntes und unterhaltsames Fest — wie man immer wieder von den Gästen hörte.

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