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Langerfeld erinnert sich an turbulente Barmer Zeiten

Langerfeld erinnert sich an turbulente Barmer Zeiten

In der Stadtbibliothek gibt es eine sehenswerte Ausstellung. Der Titel: "Dann kamen die Barmer, die Schufte".

Wuppertal. Es zeugt von Selbstbewusstsein, eine Ausstellung "Dann kamen die Barmer, die Schufte" zu nennen und als "unseren Beitrag zur 200-Jahrfeier Barmens" zu deklarieren. Federführend bei der Schau in der Stadtteilbücherei Langerfeld waren Margret Hahn und Friedrich Paul.

Gemeinsam durchforsteten sie die heimatgeschichtliche Sammlung und förderten allerhand zu Tage, was "ihren" Stadtteil im Wandel der Zeit dokumentiert. Dass die Sammlung den frechen Titel trägt, bezieht sich auf die Zeit, als Langerfeld noch eine eigenständige Gemeinde war und auch gerne geblieben wäre.

Mit einem Protest-Aufruf bat der "Langerfelder Anzeiger" zur Volksversammlung und forderte die Loslösung von Barmen. Das war am 31. März 1923. Doch da war Widerstand bereits zwecklos - die Eingemeindung war im Jahr zuvor beschlossene Sache.

Von diesem Protest und Bemühungen, sich wieder vom großen Barmen abzuspalten, erzählt die Ausstellung. Vor allem sind an den Stellflächen Bilddokumente gesammelt, die beispielsweise die Schwebebahn in voller Pracht, aber auch die diversen Sparkassen Barmens in ihrer Blütezeit abbilden. Festschriften zur Jahrhundertfeier, Reiseführer und Werbehefte zeugen von der Schönheit Barmens und vermitteln einen Eindruck, wie der Stadtteil damals ausschaute.