Kurbad wird 2010 zu Barmens neuer Bühne

Kurbad wird 2010 zu Barmens neuer Bühne

Im ehemaligen Schwimmbad an der B7 sollen ab Mitte 2010 Gastronomie und eine Kunstbühne für neues Leben sorgen.

Barmen. So groß seinerzeit die Diskussion um die Aufgabe des Kurbads an der Friedrich-Engels-Allee war, so still ist es in den vergangenen Monaten mit Blick auf das traditionsreiche Gebäude in Barmen gewesen. Dabei hat sich an den Zukunftsplänen dort nichts geändert, wie Jörn Wanke vom Unternehmen Kellermann & Partner auf WZ-Nachfrage betont.

Wie berichtet, verfolgt das Unternehmen für Großküchentechnik - es ist Ende 2008 im ehemaligen Barmer Kurbad in neue Geschäftsräume gezogen - ambitionierte Pläne: Geplant ist eine mehrteilige Nutzung der Räumlichkeiten: Neben dem Firmensitz der Kellermann & Partner Gruppe ist im Foyer eine Delikatessen-Gastronomie geplant, in der Mitte ein großer, gläserner Küchenbereich mit Ausstellung und am Standort des ehemaligen Schwimmbads eine Musik-, Kultur- und Kunstbühne mit hochwertiger Technik und wechselndem Programm - in Ergänzung zur Kulturachse zwischen dem Schauspiel- und dem Opernhaus. Hinzu kommt ein medizinisches Ernährungsforum als Teil eines Konzepts, das moderne Kochtechnik und eine gesunde Ernährung miteinander verbinden soll.

"Wir sind zuversichtlich, bis Ende nächsten Jahres starten zu können", fügt Wanke hinzu. Zur Jahresmitte will man das Kulturkonzept den Wuppertalern vorstellen und sich auf Dauer als gute Adresse in Barmen etablieren. Die Gesamtinvestition ins Gebäude beziffern die neuen Eigentümer auf mehr als eine Million Euro - entsprechende Vorverträge mit Nutzern seien bereits unterzeichnet.

"Kritisch war lange Zeit die Frage der Parkplätze", berichtet Wanke. Mindestens 75 müsse man mit Blick auf die geplante Gastronomie vorweisen. Um diese Vorgabe der Stadt zu erfüllen, habe man in den vergangenen Monaten einige Klinken in der Nachbarschaft geputzt, um Vereinbarungen mit Nachbarn wie dem Tüv zu treffen. "Jetzt sind wir guter Dinge, auch dieses Problem bald gelöst zu haben." Mit dem Bauamt arbeite man konstruktiv zusammen.

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