Kita Gänseblümchen will Bus für Ausflüge

Kita : Kita Gänseblümchen will Bus für Ausflüge

Den Kaufpreis könnte ein Verein stemmen, Sponsoren sollen den Unterhalt finanzieren.

. Bei den Gänseblümchen geht es immer tierisch zur Sache. Neben der Pflege von eigenen Tieren, die auf dem Gelände der Kindertagesstätte Gänseblümchen leben, unternehmen Kinder und Erzieher regelmäßig Ausflüge in die Natur, um Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Dafür arbeitet die Kindertagesstätte mit zahlreichen Kooperationspartnern zusammen.

„Wir verfolgen bereits seit acht Jahren einen natur- und tiergestützten pädagogischen Ansatz“, erklärt Kathrin Hennekes, Leiterin der Kindertagesstätte. Dabei stehen Ausflüge über die Wuppertaler Stadtgrenzen hinaus auf dem Programm. Daran seien zumeist die sechs Vorschulkinder beteiligt. „Die älteren Kinder haben natürlich schon ein genaueres Verständnis davon, wie man mit Tieren umgeht und sich um sie kümmert“, sagt Kathrin Hennekes.

Bislang sei man für diese Ausflüge auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, erzählt die Leiterin. „Da sind wir nur leider häufig länger unterwegs, als wir dann tatsächlich vor Ort sind“, sagt sie. Nicht selten fahre man zum Beispiel auch nach Wermelskirchen. Mit Bus und Bahn eine langwierige Reise.

Auf der Suche nach Alternativen für öffentliche Verkehrsmittel entstand schnell die Idee: ein eigener Bus muss her. „Das würde uns nicht nur die Fahrt zu unseren Kooperationspartnern erleichtern, sondern auch die Abläufe hier im Haus“, erklärt Kathrin Hennekes. So könne etwa die Hauswirtschaftlerin, die täglich für die Kinder frisch einkaufen geht, den Bus nutzen. Und auch die pädagogischen Mitarbeiter sollen den Bus verwenden können, um etwa zu Fortbildungen zu fahren oder Teamausflüge zu unternehmen. Als Fahrer würden sich zwei Mitarbeiter der Kindertagesstätte zur Verfügung stellen.

Die Gänseblümchen
suchen noch Sponsoren

Auch die Eltern der Kinder waren von der Idee sofort begeistert. Die Anschaffung eines Kleinbusses mit neuen Plätzen, in dem dann auch alle Vorschulkinder Platz hätten, kann laut Kathrin Hennekes aus Vereinsmitteln finanziert werden. Das große Problem: der Unterhalt des Fahrzeugs. „Wir schätzen, dass sich die Kosten für Steuern, Versicherung und Sprit auf etwa 300 Euro im Monat belaufen“, sagt Kathrin Hennekes. Die Kindertagesstätte kann diese hohen Kosten nicht bezahlen – daher gingen die Mitarbeiter auf Sponsorensuche.

Ursprünglich sollten die Kosten auf zehn Sponsoren umgelegt werden. Das Ergebnis war jedoch ernüchternd. „Zunächst haben wir bei unseren Kooperationspartnern angefragt, und schließlich auch bei kleinen und größeren Unternehmen in Wuppertal. Aber niemand hat sich bereit erklärt, die Kosten zu übernehmen“, bedauert Kathrin Hennekes. Aufgeben will sie deshalb jedoch nicht. „Wir suchen weiterhin aktiv nach Sponsoren, und hoffen sehr, dass wir jemanden finden. Auch einmalige Spenden sind herzlich willkommen.“

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