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Wuppertal: Kita Flexstraße feiert Richtfest

Wuppertal : Kita Flexstraße feiert Richtfest

Rund eine Million Euro kostet der Neubau. Zwei Gruppen sollen hier Platz finden.

Langerfeld. Ein weiterer Meilenstein ist erreicht: Freitag um 14.30 Uhr feiert die Kindertagesstätte Flexstraße 11 Richtfest. Die evangelische Kirchengemeinde Langerfeld baut auf dem Grundstück zwischen evangelischem Pfarrhaus und vietnamesischer Kirche einen Kindergarten für zwei Gruppen. Betrieben werden soll die 480 Quadratmeter große Einrichtung vom Verein Evangelische Elterninitiative Flexstraße, die das Gebäude mietet.

Die Idee, eine neue evangelische Kita zu bauen, ist Langerfelder Eltern gekommen, deren Kinder früher einmal die Kita Flexstraße besucht haben. Doch zunächst mussten die Rahmenbedingungen geklärt werden, allem voran die Finanzen. Schließlich kostet der Neubau die Gemeinde gut eine Million Euro. „Dafür mussten wir einen Kredit aufnehmen. Aber über die Mieteinnahmen können wir ihn zurückzahlen“, sagt Katharina Pött, die als Gemeindepfarrerin selbst im Vorstand der Elterninitiative aktiv ist.

Komplizierter war es beim Personal. Denn weder die Gemeinde noch der Verein können die derzeit drei und ab Sommer 2017 sechs Erzieherinnen anstellen. „Die Verträge laufen jetzt über die Diakonie, mit der wir eine Kooperation haben“, erklärt Kita-Leiterin, Konni Beer. Die Diakonie kümmere sich neben Fortbildungen und Supervision der Angestellten auch um das Controlling.

Seit August 2015 betreut die Elterninitiative schon 25 Kinder im Haus Flexstraße 5. „Hier befand sich früher ein evangelischer Kindergarten“, berichtet Katharina Pött. Doch der sei aus Kostengründen von der Diakonie geschlossen worden. „Das Haus ist sanierungsbedürftig“, erklärt die Theologin. Daher dürfe in der Immobilie nur eine Gruppe im Erdgeschoss betreut werden. Der Bedarf sei aber viel größer. Schon jetzt seien alle Plätze für August 2017 besetzt, wenn auch die zweite Gruppe — im neuen Haus — an den Start geht.

Bis zu 20 Plätze mehr, insgesamt also 45, stehen dann in dem Gebäude auf anderthalb Etagen zur Verfügung. „Die Hanglage hat so ihre Tücken“, sagt Pfarrerin Pött. Zwar seien die Räume der beiden Gruppen und das Foyer, in dem alle Kinder gemeinsam ihre Mahlzeiten einnehmen, im Erdgeschoss. Der Mehrzweckraum befinde sich aber im Untergeschoss. Und auch das Außengelände müsse aufgrund der Topographie „kreativ genutzt werden“. So sammelt der Verein spenden für ein Klettergerüst, das über ein Gebüsch führen soll.

Für die Eltern, deren Kinder in der neuen Kita einen Platz bekommen haben, ist all das kein Problem. Auch die Überbrückungsphase im alten Gebäude finden sie nicht schlimm. „Wir sind total glücklich hier“, schwärmt Daniela Stenzel. „Wo sonst hat man so viel Mitspracherecht wie hier?“ Auch der Langerfelder Daniel Kretzer freut sich, dass sein Kind nun doch wohnortnah betreut wird: „Es gibt hier in Langerfeld einfach zu wenig Kita-Plätze. Wir haben dann von der Stadt einen irgendwo anders zugewiesen bekommen, wo wir gar nicht hinwollten.“

Eigens aus Wichlinghausen bringt Maria Banic ihren Sohn an die Flexstraße. „Wir waren früher hier in Langerfeld in der Krabbelgruppe und haben da von dem neuen Kindergarten gehört. Mein Sohn hat sich hier direkt wohlgefühlt. Da fahre ich gern hierhin.“