Kiosk soll Ende April neu eröffnen

Kiosk soll Ende April neu eröffnen

Barmer Verschönerungsverein braucht noch ehrenamtliche Helfer. Und freut sich über die neue Geschäftsführerin Michaela Dereschewitz.

Barmen. Einem dringenden Bedürfnis wird in den Barmer Anlagen demnächst wohl Abhilfe geschaffen. Der Kiosk oben am Toelleturm ist verpachtet und soll Ende April eröffnet werden. Und mit ihm die dringend benötigte Toilette. „Zunächst ist geplant, sie während der Geschäftszeiten des Kiosks offen zu halten“, erklärt Michaela Dereschewitz. Die Geschäftsführerin hat zum ersten März die Nachfolge von Ilka Hertramp angetreten und durfte nun die positiven Neuigkeiten verkünden — wenngleich sie noch nicht vollends überzeugt ist. Denn: „Wünschenswert wäre natürlich eine ständige Öffnung, doch da kann natürlich die Sauberkeit nicht durchgehend gewährleistet werden.“

Bei den Barmer Anlagen, die mit ihren rund 100 Hektar durchaus einen großen Anteil an Wuppertals grüner Lunge haben, hat Dereschewitz schon einige Beobachtungen gemacht. Die Groß- und Außenhandelskauffrau hat nämlich von ihrem Büro an der Unteren Lichtenplatzer Straße einen herrlichen Blick auf den unteren Teil der Barmer Anlagen. Sie sieht, wie die Natur erwacht, Knospen aufspringen und zu blühen beginnen.

„Ja, der Ausblick ist schon beneidenswert, und ich sehe auch, dass die Anlagen viele Stammgäste haben, die täglich hier spazieren gehen und die Natur genießen“, bemerkt sie lächelnd, doch ihr Hauptaugenmerk gilt natürlich der Koordinierung der Arbeit in „ihrem“ riesigen Garten.

Die Gartenanlage hatte Ende vorigen Jahres einen bitteren Verlust zu beklagen: Die sehr alte Blutbuche oberhalb des Schwanenteiches musste nämlich gefällt werden, weil sie zu einem Gefahrenbaum geworden war und wegen abfallender Äste sogar eingezäunt werden musste.

„Da soll Ersatz angepflanzt werden, und hierfür werden noch Spender gesucht“, so Michaela Dereschewitz, die an einer anderen „Baustelle“ bereits einen Erfolg vermelden kann. „Die Erweiterung des Kinderspielplatzes oben am Toelleturm konnte dank einer großzügigen Spende seitens der Jackstädt-Stiftung in Angriff genommen werden.“ Die Erweiterung ist abgeschlossen, aber die Spielgeräte fehlen noch. „Auch dafür werden Spenden benötigt“, verrät die neue Geschäftsführerin und weist daraufhin, dass es Spenden in allen Größenordnungen sind, die die Barmer Anlagen erhalten und deren Pflege ermöglichen. „Wir freuen uns über Großsponsoren ebenso wie über kleine Beträge, die uns wohlmeinende, engagierte Bürger überweisen.“

Aber nicht nur Geld-Zuwendungen werden benötigt. „Auch tätige Hilfe ist willkommen. Wie zum Beispiel Laub zu harken, Bänke zu säubern, und vor allem der Schließdienst am Toelleturm wird benötigt.“

Der Toelleturm, das Wahrzeichen der Barmer Anlagen oben am höchsten Punkt des Naherholungsgebietes, soll an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein. Und für diese „Schlüssel-Position“ des Türmers, nämlich das Auf- und Abschließen des Baudenkmals und Aussichtsturms (zum Gedenken an Ludwig Ernst Toelle, der von 1822 bis 1886 gelebt hat) werden noch ehrenamtliche Freiwillige gesucht, die diesen Dienst in Morgen- und Nachmittagsschicht versehen können. Dafür gibt es auch einen eigenen Arbeitskreis Toelleturm.