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Jetzt schmücken Fische die Grundschule Thorner Straße

Jetzt schmücken Fische die Grundschule Thorner Straße

300 Kinder, 70 Eltern und Lehrer haben Treppenhaus, Klassenzimmer und Toiletten in der Projektwoche verschönert.

Wuppertal. Die Elefanten grüßen munter mit dem Rüssel, Pinguine watscheln hinterdrein. Und dazwischen fährt die Schwebebahn über schmucke Häuser. Ein buntes Mosaik begrüßt die Besucher jetzt im Treppenhaus der Grundschule Thorner Straße. Als Projektwoche arbeitete die ganze Schule an dem Kunstwerk: 300 Kinder, 70 Eltern und die Lehrer werkelten eine Woche lang. „Wir sind froh, dass Sponsoren uns dieses Projekt ermöglicht haben“, sagt Schuldirektorin Angela Deckert.

Die Kinder haben die Fliesen erst kleingehämmert und mit einer Schleifmaschine an den Kanten glatt geschliffen. Dann wurden sie unter Anleitung der Künstlerin Ute Scholl-Halbach angeklebt: „Wir haben die Figuren mit Zement ausgefüllt und dann die Fliesenteile draufgesetzt“, erklärt Jonathan (9). „Man durfte nur kleine Stellen mit Kleber bestreichen, weil das schnell trocknet“, sagt Emely (9).

Außer dem großen Mosaik im Treppenhaus — samt den typischen Wuppertaler Regentropfen — hat auch jeder Klassenraum ein eigenes Kunstwerk bekommen. So schmückt die Delfin-Klasse jetzt ein Delfin, die Montessori-Klasse ist mit einem großen MA gekennzeichnet. „So sieht alles viel bunter und fröhlicher aus“, sagt Emelie (10).

Als zweites Projekt hat eine Gruppe Mädchen aus der Ganztagsbetreuung die Mädchentoilette verschönert. „Die Wände sind oft bekritzelt worden“, sagt Angela Deckert. Deshalb griffen die zehn Mädchen unter Leitung von Anja Manderbach zum Farbeimer. In allen Klassen wurden Motive entworfen. Gewonnen hat eine grün-blaue Unterwasserlandschaft mit Fischen. „Es war schwer, die vorgezeichneten Motive auszumalen, ohne dass man über die schwarze Linie malt“, sagt Lara (10). Jetzt hofft Angela Deckert darauf, dass auch die alten Toiletten selbst erneuert werden. Geplant ist auch die Verschönerung der Jungen-Toiletten. „Aber die müssen erst einmal renoviert werden, sonst ist unsere Arbeit umsonst.“