Jetzt doch: Neuer Vorplatz für den Barmer Bahnhof

Jetzt doch: Neuer Vorplatz für den Barmer Bahnhof

Der Umbau des Opernumfelds hat nicht alle Mittel verschlungen. Das übrige Geld geht in den Bahnhofsvorplatz.

Barmen. Drinnen tut sich was: Nachdem der Wiener Opernstar Kurt Rydl den Barmer Bahnhof gekauft hat und dort unter anderem ein Restaurant einrichten will, laufen die ersten Verschönerungen an dem Gebäude bereits. Ob sich auch draußen etwas bewegt, war lange ungewiss. Denn wegen der Mehrkosten für die Umgestaltung des Opernumfelds stellte die Stadt das Projekt Bahnhofsvorplatz im Jahr 2007 zunächst zurück - und verschob dafür vorgesehene Gelder quasi Richtung Opernhaus.

Nun aber nimmt auch die Neugestaltung des Platzes wieder Formen an, wenn auch in abgeschwächter Form. Knapp 775.000 Euro sind nach einem Papier der Verwaltung noch für den Bahnhofsvorplatz drin. Vorausgesetzt, beim Opernumfeld ergibt sich nicht doch noch eine dramatische Kostensteigerung zu den derzeit veranschlagten rund 1 Million Euro. Damit scheint derzeit aber niemand zu rechnen.

Für das Geld soll der Platz eine neue Struktur erhalten, damit die einzelnen Nutzungen klarer zu unterscheiden sind. Demnach werden zum Beispiel die Taxen-Plätze am Rand des Vorplatzes an die Schrägparkplätze an der Winklerstraße verlegt. Dadurch gehen zwar sieben Stellplätze verloren, der Vorplatz lässt sich dafür aber erweitern und der Fußgängerüberweg in Richtung Winklerstraße soll sicherer werden.

Mit den gleichen Platten wie das Opernumfeld wird der Vorplatz dann gepflastert. Alle anderen Pflasterarbeiten erfolgen in der Standardausführung der Stadt. Außerdem gibt es neue Beleuchtungen für die Wege zum Opernhaus und zur Stadt sowie einen Fußgängerüberweg (ohne Ampeln) im Bereich Winklerstraße/Ibachstraße. Die Haltestelle verlängert sich deshalb in Richtung Westen.

Nach aktuellem Stand hat die Stadt selbst noch 300.000 Euro für das Projekt übrig. Sie erwartet aber, dass das Land die so genannten anrechenbaren Kosten im Zusammenhang mit der Kulturachse Barmen mit etwa 70 Prozent bezuschusst. Ohne diese Bezuschussung kommt auch keine Neugestaltung des Vorplatzes in Frage. Der Baubeginn ist für Ende des Jahres vorgesehen.

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