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Im Schwebebahnbistro kommt Pillekuchen auf den Tisch

Im Schwebebahnbistro kommt Pillekuchen auf den Tisch

Die neue Gastronomie beim CVJM wird am 10. September im Rahmen eines Open-Air-Gottesdienstes eröffnet.

Unterbarmen. Ziemlich genau vier Monate ist es her, da schwebte der von Tiefladern heran gekarrte Schwebebahngelenkzug mittels eines mächtigen Krans auf das Gelände der CVJM-Bildungsstätte und der Zentrale des CVJM-Westbundes auf der Bundeshöhe. Inzwischen ist aus dem ausgedienten Wahrzeichen eine der originellsten Gaststätten Wuppertals geworden: das Schwebebahnbistro, das am 10. September feierlich im Rahmen eines Open-Air-Gottesdienstes und Grußworten diverser Würdenträger offiziell eröffnet werden soll.

Im rechten Winkel angeordnet, präsentiert sich die Lokalität mit bis zu 36 Sitzplätzen und einem Lounge-Bereich, der zum Verweilen und gemütlichen Kaffeetrinken einlädt. Gereicht werden sollen vornehmlich rustikale bergische Spezialitäten wie „Kottenbutter“ (Mettwurstscheiben mit Senf und Salatgarnitur) oder „Pillekuchen“ (Kartoffelkuchen mit Speck und Zwiebel), Heringsstipp, gebratene Blutwursttaler oder zum Kaffee „Arme Ritter“ oder bergische Waffeln. „Sie müssen mal die Kartoffelsuppe probieren“, war Halfmanns persönlicher Geheimtipp mit gleichzeitigem Kompliment an die neue Köchin auf der Bundeshöhe.

Dass für Gastronomie Nachfrage besteht, erlebte Gerd Halfmann, der Leiter der Bildungsstätte, immer wieder, als Wanderer, Ausflügler und Spaziergänger nachfragten, wo man denn etwas verzehren könne. „Zu dieser Zeit hörte ich, dass die Wuppertaler Stadtwerke einige ausrangierte Schwebebahnwagen günstig zu verkaufen hätten.“ Die Idee vom Schwebebahnbistro war geboren, und wurde im Frühjahr mit der Anlieferung des Gelenkzuges umgesetzt. Wobei anzumerken wäre, dass die Initiative „CVJM-Schwebebahnbistro“ zu den drei Begünstigten gehörte, die einen Gelenkzug von den WSW geschenkt bekamen.

Zwar hat das neue Bistro am Wochenende schon den ersten kleinen Belastungstest bestanden, als bei den Highland-Games auf der Bundeshöhe schottenberockte Athleten nach deftiger Stärkung fragten, doch noch sieht das innen bestens eingerichtete Prachtstück von außen noch ein wenig ramponiert aus. „Die Schwebebahn wird noch mit den Farben des CVJM und des Sponsors Akzenta beklebt“, versicherte Gerd Halfmann, dass am 10. September auch äußerlich alles tiptop aussehen wird.

„Schwebebahn und CVJM, das passt zusammen. Einerseits das Wuppertaler Wahrzeichen, andererseits der CVJM, dessen Wurzeln vor 175 auch in Ronsdorf gelegt wurden“, so Halfmann. CVJM-Generalsekretär Matthias Büchle sagt: „Aus meiner Sicht ist das CVJM-Schwebebahnbistro ein hervorragendes und innovatives Projekt, bei dem wir ein Zeichen von christlicher Gastfreundschaft setzen können.“

Geplant war das Bistro als Inklusions-Projekt. „Deshalb freue ich mich, dass hier auch zwei junge Menschen mit Handicap tätig sein werden“, verriet Gerd Halfmann und wies gleichzeitig darauf hin, dass das Bistro eine öffentliche Gaststätte ist, die von Mittwoch bis Samstag von 14.30 bis 22 Uhr und an den Sonntagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Das Schwebebahnbistro ist auch fester Bestandteil für Reisegruppen. „Für die beginnt der Tag nach dem Frühstück mit einem Besuch des Gottesdienstes in der Gemarker Kirche, anschließend sind sie zu Gast im Bistro und fahren danach mit der in Betrieb befindlichen Schwebebahn durchs Tal.“ Da der Imbiss neben dem Kaiserwagen auch die einzige gastronomische Möglichkeit für Touristen ist, in einem Schwebebahnwagen einzukehren, eröffnen sich durch dessen Inbetriebnahme auch neue Möglichkeiten für das Stadtmarketing.