Investitionen Grundschule an der Matthäusstraße erhält Erweiterungsgebäude

Oberbarmen. · Die Offene Ganztagsgrundschule Matthäusstraße ist an der Kapazitätsgrenze. Ein Erweiterungsgebäude für rund 1,6 Millionen Euro soll helfen.

 Im  Modulbau soll bereits im Schuljahr 2021/22 unterrichtet werden können.

Im  Modulbau soll bereits im Schuljahr 2021/22 unterrichtet werden können.

Foto: Fries, Stefan (fri)

„Neubau eines Erweiterungsgebäudes als Interimslösung für die Offene Ganztagsgrundschule Matthäusstraße“ stand es etwas sperrig auf der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Oberbarmen vom 2. Februar im Oberdiekhaus in der Normannenstraße. Da die Notwendigkeit außer Frage stand, gab es eine einstimmige Zustimmung.

„Das ist unbedingt erforderlich, weil wir keine Kinder mehr aufnehmen können“, sagt Schul-Koordinator Dennis Läller, und Schulleiterin Daniela Forni pflichtet ihm bei. Für den offenen Ganztag bietet die Matthäusstraße derzeit etwa 50 Plätze für die Zeit zwischen 11.30 und 16 Uhr an.

Der Beschlussvorschlag lautet: „Das Erweiterungsgebäude für zwei zweizügige Jahrgänge der Grundschule Matthäusstraße wird auf dem Schulgrundstück erstellt. Die Gesamtkosten betragen 1 640 000 Euro.“ Und hierzu haben Kämmerer Johannes Slawig und Schuldezernent Stefan Kühn schon ihre Einverständnisse erklärt.

Auch die Anhörung im Ausschuss für Schule und Bildung am 10. Februar brachte eine einstimmige Empfehlung des Erweiterungsbaus, wie Thomas Lehn, Produktmanager des Gebäudemanagements der Stadt Wuppertal, bestätigte. Außerdem hat der Ausschuss um zeitnahe Unterrichtung des Fortgangs der Arbeiten gebeten. „Falls es Schwierigkeiten geben würde, müsste ein Alternativplan umgesetzt werden“, so Lehn.

Gehofft wird, dass die Liefertermine eingehalten werden können. „Geplant ist ein Baubeginn zum Anfang der Osterferien, und man hofft, dass der Unterricht im neuen Gebäude unmittelbar nach dem Ende der Sommerferien mit dem Schuljahr 2021/2022 beginnen kann“, sagt Thomas Lehn. Da jedoch das Baugenehmigungsverfahren sowie das Ausschreibungsverfahren noch nicht abgeschlossen sind und darüber hinaus Verzögerungen im Bauablauf entstehen können, ist eine fristgerechte Gesamtfertigstellung zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gesichert.

Fertig-Module ermöglichen den Bau innerhalb weniger Wochen

Jedoch garantieren Stadtbetrieb Schulen und das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal, dass auch im Falle einer Verzögerung der Schulbetrieb für die neuen Grundschüler im Schuljahr 2021/22 ordnungsgemäß beginnen kann, heißt es in der Vorlage an die Bezirksvertretung.

Die geplante, relativ kurze Baudauer wird durch Fertig-Modulen möglich, die zwei Wochen vor Anfang der Osterferien angeliefert und aufgestellt werden sollen. „Wir werden für die Interimslösung hochwertige Holzmodule verwenden, die dann auch dauerhaft in die neue Schule integriert werden können“ erklärt Lehn. Die neue Schule wird dann nach dem Umzug der Hauptschule Matthäusstraße an den Standort Dieckerhoffstraße – aller Voraussicht nach erst nach Ende 2022 – und anschließender Sanierung oder Neubau zur Verfügung stehen, wie es in der Vorlage heißt.

Die Grundschule Matthäusstraße hat den Betrieb zum Schuljahr 2019/20 mit drei Zügen aufgenommen, während zum Schuljahr 2020/21 zwei Züge unterrichtet werden.

Um in den Schuljahren 2021/22 und 2022/23 auch jeweils zweizügig unterrichten zu können, soll ein zweigeschossiger Erweiterungsbau mit etwa 500 Quadratmetern Bruttogrundfläche errichtet werden. Der Holzrahmenbau verfügt über vier Klassenräume sowie Toiletten, Lager- und Technikräume. Auf dem Außengelände wird eine Streetsoccer-Fläche erstellt.

Sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss werden je zwei Klassenräume und Toiletten für Mädchen und Jungen untergebracht. Zusätzlich ein Lehrmittelraum, eine Lehrertoilette und Flächen für die Technik. Die Dachfläche des Erweiterungsbaus auf dem Schulgrundstück wird begrünt und dient einerseits als Wasserspeicher und sorgt gleichzeitig für einen wirksamen Wärmeschutz bei ähnlichen Sommertemperaturen wie in den vergangenen Jahren.

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