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Grüne: Viel Skepsis zum geplanten Ikea-Homepark

Grüne: Viel Skepsis zum geplanten Ikea-Homepark

Strittige Ansiedlung war Thema bei den Grünen.

Nächstebreck. Zu einer Mitgliederversammlung hatte Wuppertals Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen geladen — und zahlreiche Teilnehmer kamen, denn der Themenschwerpunkt, die geplante Ansiedlung eines Ikea-Homeparks in Nächstebreck, sorgte für Gesprächsstoff.

Trotz fehlender Informationen und ausstehender Gutachten wurden Pro und Contra der Ansiedlung heiß diskutiert. Sorge bereitete eine mögliche negative Auswirkung auf den innerstädtischen Handel und den Abzug der Kaufkraft. Dass ein Möbelmarkt in Wuppertal fehlt, darüber war man sich aber einig.

Kritisch gesehen wurde aber der sogenannte Homepark — eine Vielzahl an Geschäften unterschiedlicher Branchen auf dem Ikea-Gelände. Nach Meinung einiger Diskussionsteilnehmer widerspricht dieser dem regionalen Einzelhandelskonzept, welches eine Stärkung der Innenstädte vorsieht.

Weitere Problempunkte stellen für die Grünen das zu erwartende Verkehrsaufkommen und die noch nicht gelöste Verkehrsführung dar. Vergleiche mit anderen Ikea-Filialen lassen mit rund zwei Millionen Besuchern jährlich rechnen und circa 7000 Fahrzeugen täglich. Daher wurde wiederholt eine Rückbesinnung auf Kernelemente der grünen Politik angemahnt — denn eine Stadt der kurzen Wege werde durch Ansiedlungen am Stadtrand nicht erreicht. Als Gegenkonzept brachten die Teilnehmer daher die Fortführung der Ausstellung Eigenheim und Garten im Verbund mit dem Ausbau erneuerbarer Energie ins Gespräch.