Wuppertal: Geschichten über das Ankommen gesucht

Wuppertal : Geschichten über das Ankommen gesucht

Künstlerinnen sammeln mit Heckinghausern Material für Aufführung zum Bleicherfest.

Barmen. Wie oft bist du umgezogen? Bin ich in Heckinghausen angekommen? Was brauche ich, um anzukommen? Fragen zum Ankommen wollen Mandy Wiegand und Nelly Thea Köster in den kommenden drei Monaten den Heckinghausern stellen. Die Interviews sind die erste Phase einer Kunst-Mitmach-Aktion, die sich mit dem Stadtteil als Ort des Ankommens, als „Arrival City“ auseinandersetzt. Bilder und Geschichten wollen die Künstlerinnen in einem Ladenlokal ausstellen und zu einer Kunstaktion mit Videoprojektion auf dem Gasometer zum Bleicherfest verarbeiten.

„Es geht um Ankunftsstrukturen“, erklärt Dagmar Beilmann von der Börse, die die Aktion im Rahmen des vom Land geförderten Projekts „Lebe Liebe Deine Stadt“ und mit Geldern des Förderprogramms „Soziale Stadt“ organisiert. „Wir wollen herausfinden, wo es gute Strukturen dafür gibt und was noch fehlt.“ Das Thema richte sich an alle Heckinghauser jeden Alters, gezielt auch an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Eingebunden werden Vereine und Initiativen.

Basis-Lager wird das Ladenlokal Heckinghauser Straße 202, gegenüber dem Stadtteiltreff. Von dort ziehen Mandy Wiegand und Nelly Thea Köster zu Straßen-Interviews los. Anwohner sollen bei „künstlerischen Stadtspaziergängen“ Audio- und Videomaterial sammeln, das im Ladenlokal zu einer Bild- und Ton-Installation aus Geschichten wächst.

In der zweiten Phase soll für das Bleicherfest am 26. Juni ein multimedialer Rundgang mit Darstellern, Chören, Kletterern und einer großen Videoprojektion entstehen, die die Bürger gemeinsam mit Künstlern entwickeln. Erst sollen auf dem Flohmarkt kleine Aktionen stattfinden, Höhepunkt soll dann eine collagenartige Vorstellung mit Chören und einer Video- und Soundinstallation am Gasometer sein. kati

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