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Fünf Jahre Kunstcafé K1: „Die ersten Jahre waren hart“

Fünf Jahre Kunstcafé K1: „Die ersten Jahre waren hart“

Seit fünf Jahren betreibt Michael Hoffmann sein Kunstcafé K1 an der Oststraße.

Wichlinghausen. Kulinarisches, Kunst, Kultur und Klönen unter einem Dach — gibt´s das? Der studierte Grafik-Designer und Künstler Michael Hoffmann hatte vor fünf Jahren eine Idee, wagte den Sprung ins kalte Wasser und verwirklichte seinen Traum in Wichlinghausen im K1 Art-Café, das am 1. November 2007 seine Pforten öffnete und dessen Konzept rückblickend aufgegangen ist: „Viele haben gesagt: dem gebe ich ein halbes Jahr. Und ganz ehrlich: die beiden ersten Jahre waren hart. Hauptsächlich wollte ich Wuppertaler Künstlern ein Forum bieten — und mittlerweile haben wir hier in Wichlinghausen eine tolle Kunstszene“, so Hoffmann.

Seine Frau, Marie Luise Barkhoff, unterstützt ihn tatkräftig und rief Anfang 2008 die Wichlinghauser Erzählrunde ins Leben, die seit 2011, vom Nordstädter Bürgerverein initiiert, viermal im Jahr stattfindet. „Leute kommen mit Fotos und Geschichten und plaudern über alte Zeiten“, freut sich Hoffmann über die gute Resonanz.

Mittlerweile seien es so um die 50 Besucher , die in dem gemütlichen Café an der Oststraße nicht mehr wegzudenken sind. Zahlreiche bekannte Künstler, wie beispielsweise die jüngst verstorbene Ulle Hees, Grafiker, Universitäts- und Kunsthochschuldozent Peter Paulus oder Maler, Grafiker und Cartoonist Jorgo Schäfer, stellten ihre Werke im Art-Café aus.

„Ich habe in den Anfangstagen eine Liste ausgelegt, in die sich Künstler eintragen können, die Interesse haben, bei mir auszustellen. Pro Jahr gibt es sechs Ausstellungen mit ausschließlich Wuppertaler Künstlern.“ So hat die 31. Ausstellung der in Russland geborenen Larysa Temperanska unter dem Titel „Alle Farben des Lebens“ am 26. Oktober begonnen. Apropos Geschmack: in der gemütlichen Atmosphäre des Cafés und auf den beiden idyllischen Außenterrassen bietet der „Patron“ zu niveauvoller Musik, die ihm sehr am Herzen liegt, selbst hergestellte, frisch zubereitete Speisen, wie etwa Tiramisu, Pizza und andere Leckereien. Dazu serviert man Bio-Weine oder Fair-gehandelte Kaffeespezialitäten — politisch korrekt.

Der Veranstaltungsraum, der etwa für Elternstammtische, Klassentreffen oder Weihnachtsfeiern genutzt wird, bietet noch einmal zwanzig Plätze zusätzlich, so dass rund 70 Menschen bei Lesungen oder Konzerten „ganz nah dran“ sind. Stichwort Konzert: zum fünfjährigen Jubiläum des K1 lässt es sich „Dauergast“ Sascha Gutzeit nicht nehmen, am 15. November mit Gassenhauern neuen Songs und David Rebel als Verstärkung das Art-Café zu „rocken“. Es ist außergewöhnlich und es hat seinen Platz in Wichlinghausen gefunden: das K1 Art-Café.