Feuerwehrleute bekämpfen „Chemieunfall“

Feuerwehrleute bekämpfen „Chemieunfall“

Lichtenplatz. Großübung auf Lichtscheid: 33 Feuerwehrfahrzeuge steuern dort am Samstag mit Blaulicht den Parkplatz des Straßenverkehrsamts und das Gelände der Bereitschaftspolizei an.

Die ABC-Bereitschaft 1 des Regierungsbezirks Düsseldorf übt einen Notfall. Das Szenario: Aus einem Container und einem Tank tritt eine ätzende Flüssigkeit aus, läuft in die Gullys und möglicherweise auch in die Wupper.

Die Feuerwehrleute schnallen Atemluftflaschen an, ziehen die Schutzanzüge an. Der erste Trupp rückt vor, bringt Auffangbehälter zu den Containern. Ein zweiter Trupp folgt den Wegen der Flüssigkeit, Minuten später verschließt ein dritter die Gullys mit Kanaldichtkissen. Aber einiges ist schon auf dem Weg in die Wupper. Auch dort wird man Proben nehmen müssen.

Für die Einsatzkräfte wird eine Dekontaminationsstelle errichtet. Dort legen sie ihre Schutzanzüge ab und duschen sich. „Die haben jetzt keinen trockenen Faden mehr am Leib“, sagt Pressesprecher Michael Schwarz. Der Einsatz in den Anzügen sei sehr schweißtreibend.

Um die Einsatzkräfte herum stehen Beobachter mit Klemmbrett und Kameras und dokumentieren das Zusammenspiel der Einheiten. Nach drei Stunden ist die Übung beendet. Jetzt folgt die Auswertung.

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