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Fachärzte und Pfleger kehren nach Beyenburg zurück

Fachärzte und Pfleger kehren nach Beyenburg zurück

Im Kloster entstand eine Pflegestation — ein paar Schritte weiter ziehen sieben Fachärzte ein.

Beyenburg. Das Beyenburger Kreuzherrenkloster, im 15. Jahrhundert erbaut, diente nicht nur der Pflanz- und Pflegestätte des Christentums und der Kultur. Die Mönche nahmen sich Armen, Verlassenen und Kranken an. Das Kloster diente lange Zeit als Altenheim, in dem die Augustinerinnen Seniorinnen pflegte. Auch gab es eine Entbindungsstation, viele Beyenburger erblickten im Kloster das Licht der Welt. Ein Kloster für Leib und Seele soll das große Gebäude — nach dem Auszug der Augustinerinnen — jetzt wieder werden.

Zunächst war geplant, dass Fachärzte — in Beyenburg Mangelware — dort einziehen sollten. Vorgesehen war das Zimmer von Pastor Benedikt Schmetz. Doch, letztlich erwies sich der Raum als zu klein. Das Projekt stand auf der Kippe. Als ein Bewohner aus der ehemaligen katholischen Bücherei direkt neben Kloster und Kirche auszog, wurden die Praxisräume jetzt in die Bücherei verlegt.

„Dort ist mehr Platz“, sagen Gerd Wacker vom Förderverein zum Erhalt des Klosters und Guido Wasserfuhr vom Kirchenvorstand. Am Montag, 2. April, wird der Praxisbetrieb aufgenommen. Sieben Fachärzte bieten an den Vormittagen und Nachmittagen im Wechsel ihre Dienste an.

Doch auch im Kloster wird sich intensiv um das Wohl von Alten und Kranken gekümmert. In das ehemalige Büro von Pastor Schmetz, der nun im sogenannten „Turmzimmer“ residiert, zog die Pflege am Kloster von Schwester Annette Laskin-Klein ein, Kreuzherrenbruder Dirk Wasserfuhr und die Helfer sorgen dafür, dass die Pflegebedürftigen in Beyenburg und Umgebung länger in ihren eigenen Wohnungen leben können und nicht in ein Alten- oder Pflegeheim umziehen müssen.

Eine weitere Neuerung gibt es im Kloster: einen behindertengerechten Aufzug. Der Pfarrsaal, in dem die Beyenburger gerne und oft feiern, war bis vor kurzem nur über eine Treppe zu erreichen. Für Rollstuhlfahrer eine unüberwindliche Hürde. Jetzt können sie den Aufzug benutzen. Behindertengerechte Toiletten sind ebenfalls installiert worden.