Erziehungsberatung wird 50

Seit 50 Jahren können sich Kinder, Jugendliche und Eltern bei Fragen und Problemen an die Erziehungsberatung der Caritas wenden

Barmen. „Früher wurden elterliche Fragen der Erziehung erörtert. Heutzutage geht es mehr um die Lebensumstände- und welten der ganzen Familie“, fasst Christoph Humburg, Caritasdirektor, die Veränderungen der vergangenen 50 Jahre zusammen. Davon gab es viele bei der Erziehungsberatung der Caritas an der Hünefeldstraße 57. Mittlerweile habe sich der Fokus der Hilfesuchenden auf Schullaufbahnfragen und kindertherapeutische Hilfen verlegt. Zu diesen Themen gebe es auch wöchentliche Sprechstunden.

Stefan Kühn, Sozialdezernent über das Team der Erziehungshilfe

Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt (SPD), lobte insbesondere die Zusammenarbeit der Stadt mit der Erziehungsberatungsstelle. „Es ist ein hochmotiviertes Team, das multiprofessionell arbeitet. Sie arbeiten präventiv aber auch als Lotse im Sozialen.“

Ein Aspekt, der von allen Verantwortlichen hervorgehoben wird: Das gute Netzwerk, in dem die Erziehungsberatung liegt. Humburg erklärt: „In direkter Nähe befindet sich das internationale Begegnungszentrum, die Jugendschutzstelle, und die rechtliche Betreuung. Somit gibt es viele übergreifende Projekte.“ Betrachtet werde das gesamte Familiensystem.

Der Wandel der Arbeit der Beratungsstelle sei auch in den Erziehungsstilen nachzuzeichnen, die als Prozesse der Entwicklung zu sehen sein, verbildlicht Kühn die Weiterentwicklung. Worauf ganz besonderen Wert gelegt wird: „Wir helfen Menschen, sind offen für alle, und das unabhängig von Hautfarbe, Herkunft und Religion.“

Da in Wuppertal jedes dritte Kind in Armut lebe, so Kühn, scheint dieses Beratungsangebot wichtiger denn je zu sein. Ein erfahrenes Team, dass multidisziplinär aufgestellt ist, versucht, den Familien in allen Lebenslagen zu helfen. „Besonders wichtig ist auch der eigene Background der Mitarbeiter und die Hintergründe“, verrät Silvia Hamacher, die Leiterin des Referats Soziale Dienste I. Leiter der Beratungsstelle Gerald Palme bringt es auf den Punkt: „Das Zusammentun macht das Ganze aus in unserer Arbeitsfamilie.“

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