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Entwickler stellen Arrenberg-App vor

Runder Tisch Quartiersentwicklung : Entwickler stellen Arrenberg-App vor

Die Entwickler haben beim digitalen Runden Tisch der Quartiersentwicklung die Arrenberg-App vorgestellt.

Quartiers-Apps und -plattformen – für dieses Thema hatten sich die Teilnehmer am Runden Tisch Quartiersentwicklung mit großer Mehrheit entschieden. Ihrem Wunsch kam die Mai-Sitzung des digitalen Runden Tischs nach. Das praktische Beispiel lieferte die „Arrenberg App“, die über Handy wie Computer läuft und vom Studio Arrenberg umgesetzt worden ist.

Die App-Entwickler Thilo Fiebig, Johann Rohn und Moritz Windmann stellten ihr Produkt vor und erläuterten das dahinterstehende Konzept. Ziel sei es vor allem, lokale Projekte zu fördern. Zur App gehört eine Karte, die anzeigt, wo welche Projekte stattfinden. Gleichzeitig gehe es darum, „die Außendarstellung des Quartiers“ zu stärken. Die App solle für alle frei verfügbar sein, sagte Windmann, und bleibe deshalb kostenlos.

Zu den Akteuren, die auf der Benutzeroberfläche vertreten sind, gehören Privatinitiativen ebenso wie Bezirksvertretung und Vereine – nicht zuletzt Aufbruch am Arrenberg e.V. Die App, sagte Pascal Biesenbach vom Vereinsvorstand, habe bei der Organisation des Restaurant Day schon sehr geholfen.

Bald soll die App auch in drei
weiteren Sprachen verfügbar sein

Die App, die Online unter dem Stichwort „Quartiersplattform“ zu finden ist, sorgte für viele Nachfragen. Andreas Zawierucha wollte mehr über die Altersstruktur der Nutzer erfahren. Er sehe, dass „eine größere Schicht von Leuten“ nur mit analogen Mitteln – Aushänge oder Briefe – erreichbar sei. Das Entwicklerteam sprach von einer Bandbreite „ab Mitte 20 bis 70 Jahre“. Am Arrenberg lebten Menschen vieler Nationen, hieß es in der Runde. Erreiche die App auch diese Anwohner? Es werde bereits an Übersetzungen gearbeitet, lautete die Antwort. Am Ende sollte die App in Deutsch und drei weiteren Sprachen verfügbar sein.

Dass die Arrenberg-App Vorbild sein könnte – diese Idee fand ein geteiltes Echo. Timo Flick aus Vohwinkel gehörte zu denen, die sich eine umfassende Lösung wünschten: „Für uns wäre es wichtig, dass nicht jedes Quartier eine eigene App anbietet, sondern eine App gemeinsam genutzt wird.“

Michael Felstau sprach die „Moderation“ der App an. Die sei spätestens dann erforderlich, wenn ein Nutzer politisch extreme Inhalte hochlade. Andrea Knoll (Quartiersbüro Langerfeld) regte eine Nutzungsvereinbarung an, „die schon im Vorfeld getroffen wird“. Die mache klar, was gehe und was nicht.

Der nächste Runde Tisch Quartiersentwicklung findet am 11. August statt. Thema ist dann der „Neustart nach Corona“. Die Videokonferenz beginnt um 18 Uhr. Wer daran teilnehmen möchte, schreibt eine Mail an

 buergerengagement@stadt.wuppertal.de