„Einmal Dogge, immer Dogge“

In Nächstebreck zeigten Züchter aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden ihre Lieblinge.

Nächstebreck. Gelbe und gestromte, mausgraue, schwarze und gefleckte — am Wochenende gab es auf dem Hundeplatz in Nächstebreck Doggen in allen Größen und Farben zu sehen.

Zum sechsten Mal hatte die Ortsgruppe Wuppertal im Deutschen Doggen Club zur Schwebebahn-Zuchtschau auf das Gelände in Nächstebreck eingeladen. 67 Hunde, die mit ihren Besitzern aus Dortmund und Köln, Berlin und Trier, aber auch aus Belgien und den Niederlanden angereist waren, wollten die Schönsten sein und kämpften hier um den Schwebebahn-Pokal. In den verschiedenen Altersklassen, sie unterteilen sich beispielsweise in Babys, Junghunde oder Veteranen, werden sie der Reihe nach vorgeführt und von Richter Peter van Montfoort aus Holland, der selbst viele Jahre lang Doggen gezüchtet hat, beurteilt.

Auf einem Stück Wiese stellten ihm die Besitzer ihre Hunde vor, ließen sie ruhig stehen und liefen ein Stück mit ihnen. Bewertet wird beispielsweise die Körperlinie, der Kopf, die Zähne und wie die Vorder- und Hinterläufe gewinkelt sind. Als „Kalli“ auf die Wiese kam, erklärte er zum Beispiel: „Mittelgroß, kräftiger Kopf, hinten gut gewinkelt.“ Bei den Veteranen konnte schließlich die elfjährige Xavi vom Kühlen Grunde als Schönste von der Wiese spazieren. Hunde in der Championklasse müssen schon mindestens den Titel Deutscher Champion oder den Championtitel eines anderen Landes gewonnen habe.

Geduldig warteten Hunde und Besitzer darauf, dass ihre Nummer aufgerufen wurde. Bis es soweit war, hatten sie frühmorgens schon ihre bunten Zelte rund um die Wiese aufgeschlagen, mit Tisch und Stühlen und natürlich einer Decke für ihre Lieblinge ausgestattet. Friedlich liegen die imposanten Hunde dort oder in der Sonne, gebellt wurde höchst selten einmal. „Doggen sind ruhige Familienhunde. Sie brauchen aber aufgrund ihrer Größe und ihrer Kraft eine gute Erziehung“, fasst es Uwe Dechmann zusammen. Er ist der zweite Vorsitzende in der Wuppertaler Ortsgruppe, zu der 92 Mitglieder gehören. In der Landesgruppe, zu der der Wuppertaler Ortsverein gehört, sind es rund 700 Mitglieder. „Und man braucht eine große Couch und ein großes Auto“, sagt er lachend.

Bei den Doggen muss eine Hündin mindestens 74 und ein Rüde mindestens 80 Zentimeter groß sein, um eine Zuchtzulassung zu bekommen. „Anders als noch vor ein paar Jahren geht der Trend heute dahin, keine Riesen, sondern gesunde Hunde zu züchten“, sagt der Experte. Für ihn und viele andere der Doggenfans heißt es: „Einmal Dogge, immer Dogge.“