Ein Denkmal für „Husch Husch“

Ein Denkmal für „Husch Husch“

Das Wuppertaler Original soll ein Denkmal bekommen.

Barmen. Husch Husch, das Wuppertaler Original, soll ein Denkmal bekommen (die WZ berichtete). Die Stadt hat grünes Licht gegeben, der Standort auf dem Werth vor dem Eingang zu C & A steht jetzt fest, auch die Kosten, mit denen der Förderverein rechnen muss. Zwischen 28.000 und 30.000 Euro werden für das Standbild inklusive Aufbau veranschlagt, so der 2. Vorsitzende Klaus Prietz. Beauftragt werden soll der Remscheider Künstler Thomas Hundhausen.

Was jetzt noch fehlt, ist das Geld. Zwei Jahre, schätzt Prietz, wird es mindestens dauern, bis Husch Husch an seinem Platz steht. Jetzt gilt es, Spender und Sponsoren zu mobilisieren. Dabei helfen soll auch die Infoveranstaltung am 28. Januar, 18 Uhr , im Stadtteiltreff Heckinghausen, Heckinghauser Straße 195.

Der Förderverein will dann die Pläne vorstellen. Auch etwas zur Person von Peter Held alias Husch Husch soll gesagt werden. Prietz freut sich, dass Vertreter von gut 20 Bürgervereinen ihr Kommen bereits zugesagt haben. Auch die IG Werth ist vor Ort, ebenso Stadtentwickler Gunther Stoldt. Prietz hofft aber auch, dass viele interessierte Bürger den Weg in den Stadtteiltreff finden.

Eine, die sich freuen würde, wenn das Denkmal steht, ist Ingeborg Kik, die sich aufgrund des WZ-Artikel in der Redaktion gemeldet hatte. Die Barmerin hat Husch Husch noch gekannt. „Er hat oft in einer Stehbierhalle an der Ecke Höhne/Rudolf-Herzog verkehrt“, erinnert sich Kik. Dort habe er seine Waren feilgeboten.

Eberhard Neumann hat eine ganz besondere Erinnerung an den Hausierer. Der 76-Jährige, der mittlerweile in Ratingen wohnt, hat eine Zeichnung, die der Wuppertaler Künstler Alois Wächter von Husch Huch anfertigte. „Er hat sie seinem Sohn Herbert, einem Freund von mir hinterlassen. Von ihm habe ich das Bild dann als Geschenk für meinen Schwiegervater gekauft“, erzählt Neumann. „Es gefällt mir einfach, wie Wächter sowohl das Gesicht, als auch den ganzen Körper gezeichnet hat.“ Vielleicht, so vermutet Neumann, wollte der Künstler damit das „Flatterhafte“ bei Husch Husch in den Vordergrund stellen.

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