Ein altes Gebäude steht der neuen Nutzung des Carnaper Platzes im Weg

Carnaper Platz : Für den Seniorentreff wird ein Ausweichquartier gesucht

Das Gebäude auf dem Carnaper Platz ist ein ungelöstes Problem. Das Haus darf nicht abgerissen werden.

. Der Umbau des Carnaper Platzes zu einem bewirtschafteten Parkplatz soll bis zum Sommer 2019 abgeschlossen sein. Der Carnaper Platz soll auch nach dem Ausbau, der mit Kosten in Höhe von 760 000 Euro veranschlagt wird, als Festplatz und Standort für Zirkusveranstaltungen genutzt werden.

Ungeklärt ist allerdings noch immer die Zukunft eines Gebäudes am Rande der Fläche, das als Altentagesstätte genutzt wird. Dieses Gebäude wird aufgrund eines Beschlusses der Bezirksvertretung Barmen solange bestehen bleiben, bis ein alternativer Standort für die Begegnungsstätte gefunden worden ist. Sollte keine Lösung gefunden werden, steht inzwischen auch eine Instandsetzung des Gebäudes zur Diskussion.

Im Namen der Barmer Bürgervereine drängt Karl-Heinz Ende, längjähriger Vorsitzender des Rotter Bürgervereins, auf eine baldige Entscheidung. „Die Verwaltung hat sich nun zweieinhalb Jahre vergeblich um eine neue Unterkunft für den Seniorentreff und einige weitere Vereine bemüht. Im Zuge des Neubaus des Verwaltungsgebäudes der Wuppertaler Stadtwerke frage ich mich, ob nicht in dem neuen Gebäude der WSW ein entsprechender Raum zur Verfügung gestellt werden könnte“, so Karl-Heinz Emde.

Nutzung des Carnaper Platzes
hat eine lange Vorgeschichte

Eine Idee, die Martin Bickenbach, Geschäftsführer der Wuppertaler Stadtwerke GmbH, als nicht realisierbar bezeichnet. „Die Stadtwerke haben sich bei den Kosten für das neue Verwaltungshaus eine finanzielle Obergrenze gesetzt und daher ist das Raumangebot bereits komplett ausgeschöpft“, sagt Bickenbach. Ebenso sei eine Übergangslösung im bestehenden Verwaltungsgebäude an der Bromberger Straße nicht machbar.

Im Zuge der vorbereitenden Baumaßnahmen seien bereits Gebäudeteile auf dem Betriebsgelände an der Schützenstraße abgerissen worden und daher Betriebseinheiten in das Verwaltungsgebäude verlegt worden. „Es wird sich sicherlich eine andere Lösung finden. Zurzeit wird geprüft, ob eine Immobilie an der Sedanstraße als Ausweichquartier infrage kommt. Ich bin zuversichtlich“, sagt Martin Bickenbach. Karl-Heinz Emde würde einer solchen Alternative zustimmen. „Es ist wichtig, dass der Seniorentreff im Quartier bleibt und es eine gute Verkehrsanbindung gibt.“

Im Juni 2021 wollen die WSW
ins neue Gebäude einziehen

Von den WSW wünschen sich Emde und seine Mitstreiter vom Rotter Bürgerverein, dass sie ein paar Euro „zur Aufhübschung“ des Eintrittstores zum Carnaper Platz übrig haben, sollte das Gebäude nicht abgerissen werden können. „Dann sollten die WSW den Giebel ansehnlich gestalten lassen und einen davor liegenden Mini-Park in Auftrag geben, damit er das alte Gebäude etwas verdeckt. So könne vermieden werden, dass der Kontrast zwischen dem geplanten Verwaltungsgebäude der WSW und dem kleinen Nachbargebäude zu sehr ins Auge steche. Für Juni 2021 planen die Wuppertaler Stadtwerke den Umzug in den Neubau der Konzernzentrale auf dem Betriebsgelände Schützenstraße/Carnaper Straße. Die reinen Baukosten sollen 30 Millionen Euro betragen. Die Gesamtbaukosten werden aber mit 46,4 Millionen Euro deutlich höher liegen, da das WSW-Gelände an der Schützenstraße mit Versorgungsleitungen durchzogen ist, die vor dem Baubeginn zurückgebaut oder verlegt werden müssen.

Ursprünglich wollten die Stadtwerke den Neubau auf dem Carnaper Platz errichten. Dafür hatten sie von der Stadt bereits das Gelände gekauft. Der Kauf wurde nach Protesten unter anderem der Barmer Bürgervereine, die den Carnaper Platz als Festplatz erhalten wollten, per Ratsbeschluss rückgängig gemacht.