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Oberbarmen: Die „Oase“ begibt sich wieder auf ihre Forschungstour

Oberbarmen : Die „Oase“ begibt sich wieder auf ihre Forschungstour

Neustart auf dem Peter-Hansen-Platz.

Oberbarmen. Die Wüste lebt: Die mobile „Oase“, die vormals ihr Domizil am Wichlinghauser Markt hatte, feierte jetzt vor der Färberei am Peter-Hansen-Platz ihre Wiederauferstehung. Zu einem Begegnungsfest am Bauwagen mit Gesprächen, Aktionen, gemeinsamem Picknick und vielen Begegnungen hatten Roland Brus, Andy Dino Iussa und Olaf Reitz eingeladen.

Zahlreiche Wüstenbewohner, Anwohner und Passanten waren dabei. Ziel des Begegnungsfestes, wie es seinerzeit auch am Wichlinghauser Markt stattgefunden hat, ist es, die Menschen mit ihren Geschichten und Erinnerungen aus Oberbarmen und der Welt drumherum miteinander ins Gespräch zu bringen.

„Die Anfrage, hier etwas zu machen, kam vom Bürgerforum“, sagt Iussa, der wie seine Kollegen mit weißen Forscher-Kitteln die Menschen am mobilen Forschungslabor begrüßte.

„Entlang der B7 zwischen Wupperfelder Markt und Berliner Platz sind wir auf der Suche nach Erinnerungen, Fotos, Büchern und vielem mehr, um unseren Bauwagen mit Dingen zu füllen, die die Menschen in Oberbarmen beschäftigen.“

Einige Besucher hatten Kuchen, Brot, Käse oder Datteln und Feigen im Gepäck. „Wir wollen ein Happening veranstalten - woher kommt ihr - wohin geht ihr“, erklärt Brus, der den Bauwagen, der an diesem Tag mit dem Oase-Logo besprüht wurde, als Resonanzkörper der Menschen im Viertel und als ein mit der Zeit immer weiter wachsendes Museum sieht.

Die mobile Oase beherbergt überdies ein Fotolabor. Und an einen Postkasten für die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen wurde auch gedacht.

Besucher Bernhard Bock hat ein Kupferdruck-Bild mitgebracht: „Ich möchte zeigen, wie früher mit Kupfer gearbeitet wurde. Hier im Stadtteil legen die Menschen wenig Wert auf Kunst, aber vielleicht wird´s ja noch.“

Und auch Panagiota Papagrigoriou hat Hoffnung: „Es wäre schön, wenn sich hier alle Nationalitäten träfen und an solchen Aktionen teilnehmen würden.“

Diese Hoffnung teilen die drei Initiatoren, die auch künftig mit Mikrofon und Kamera bewährt in Oberbarmen auf der Jagd nach allerlei Geschichten und Lebenskultur gehen werden.