Die Modelleisenbahn verbindet Generationen

Die Modelleisenbahn verbindet Generationen

Barmen Beim WSW-Eisenbahnclub kamen die kleinen und die großen Jungs auf ihre Kosten.

Die Profis erkennt man an ihren fachmännischen Bemerkungen, diejenigen, die es werden wollen, an den Armen voller Modellbahn-Material. Der Eisenbahnclub der Stadtwerke hat zu den 18. Modelleisenbahn-Tagen aufs WSW-Gelände eingeladen, und die Szene trifft sich. Sie ist eindeutig männlich: Die graumelierten Herren sind fast unter sich, bei der mittleren Generation mischen sich ein paar Mütter dazu, die Kinder wiederum sind zum allergrößten Teil Jungs im Kindergarten- und Grundschulalter.

"Das da ist nur ein Dummy, da ist der Motor raus", wirft Wolfgang Reinhardt vom WSW-Club in die Runde, und die Herren wissen, was gemeint ist: Die zweite Lok des langen Güterzugs dient nur der Optik, weil im Original 24000 PS nötig sind, um die 16 mit Kohle beladenen Wagons zu ziehen. Im Maßstab H0 jedoch schafft das auch ein Motor spielend. Rund 125 Meter misst die große Anlage der Gastgeber inzwischen. Seit knapp zehn Jahren bauen wenige Enthusiasten an der Strecke, die während des Jahres im Keller der WSW lagert und heute ihren großen Auftritt hat. Fasziniert verfolgen Kinder und "Grauköpfe", wie sich die Modellbauer selbstironisch nennen, die Fahrten der acht Züge.

Heinz-Dieter Festerling

Heinz-Dieter Festerling ist mit Familie da: "Bei uns zu Hause basteln drei Generationen an der Anlage. Hier holen wir uns neue Anregungen", sagt er. Und er hat auch eine Erklärung für den Altersschnitt: "Das ist ein teures Hobby - alleine ein ICE kostet mindestens 300 Euro." Die Bastler genießen es sichtlich, die Neuerungen an ihren Anlagen vorzustellen. Und sie geben gerne Tipps. "Hier der Tunnel ist mit Styropor gebaut und dann geleimtes Packpapier drüber", verrät Stefan Schlüter.

Händler bieten Lokomotiven, Anhänger, Häuser, Bäume und Figuren an, und die Modelleisenbahn Freunde Wuppertal zeigen, wie Güterwagen eine richtig echte Patina erhalten. Kinder können auf dem Anhänger einer echten kleinen Dampflok mitfahren oder bei der Wuppertal-Achse ein "Rangier-Diplom" erwerben. So herrscht an beiden Tagen dichter Andrang an den Miniatur-Landschaften.

Mehr Bilder und weitere Termine der Modellbauer im Internet:

www.wz-wuppertal.de

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