Die Barmer Anlagen haben wieder einen Alpengarten

Die Barmer Anlagen haben wieder einen Alpengarten

Die Barmer Sektion des Alpenvereins hat das ehemalige Alpinum wieder neu bepflanzt.

Barmen. Der Weg führt um eine Kurve, dann öffnet sich die Sicht auf steile, schroffe Felsen — mitten in den Barmer Anlagen. Dort wächst der Enzian, die Gemswurz, der Geißbart und nicht zuletzt die Alpenblume schlechthin, das Edelweiß. Der Aufstieg von der Unteren Lichtenplatzer Straße, geschätzte zehn Höhenmeter, hat sich gelohnt.

Fleißige Helfer vom Alpenverein, Sektion Barmen, und vom Barmer Verschönerungsverein (BVV) haben in ehrenamtlicher Arbeit das alte Alpinum freigelegt und neu bepflanzt. Jetzt wurde es offiziell eingeweiht. Rund 50 Gäste waren gekommen, fast alle Mitglieder des Alpenvereins oder des BVV.

Feierlich enthüllten Kurt Rudoba vom BVV-Vorstand, Andreas Sauerwein vom Alpenverein und BVV-Mitglied Klaus-Günther Conrads das Schild, das neben einem historischen Foto Informationen zu dem Alpengarten bietet, der vor 100 Jahren eingerichtet wurde. Damals hatten Mitglieder des BVV ihrem Verein 5400 Mark zum 50-jährigen Bestehen geschenkt, um den Alpengarten einzurichten. Botanisch Interessierte und Schulklassen kamen dorthin, um Studien zu treiben. Steinschlag und Erdrutsche zerstörten die Anlage, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie nicht wieder hergerichtet.

Im Zusammenhang mit dem BVV-Jubiläum war es Conrads, der die Idee hatte, den Alpengarten wieder herzurichten. „Ich dachte, der Alpenverein wäre der natürliche Partner für das Projekt.“ Unter den Helfern, die mit Baggern anrückten, war auch Landschaftsgärtner Frank Egger. „Rund 80 Kubikmeter Geröll und Erde haben wir rausgeholt“, sagte er. Man rückte dem Knöterich zu Leibe, bei Bäumen half die Firma Cox Baumpflege.

Heidi Schüllers Sohn gehörte zu den Helfern. Jetzt war sie gekommen, um zu sehen, was er eigentlich gemacht hat. Schüller: „Es ist noch schöner geworden, als ich gedacht habe.“ Auch Ilka Hertrampf war zufrieden: „Darauf kann man stolz sein.“ Ebenfalls mitgeholfen hat Rita Hütten. „Ich habe keinen grünen Daumen, bin aber an Pflanzen interessiert. Es ist schön geworden. Ich hoffe, dass es dauerhaft schön bleibt.“

Egger: „Da ist regelmäßige Pflege nötig. Sonst ist alles ganz schnell wieder weg.“ Conrads dazu: „Vielleicht kann man ja einmal im Jahr wieder ehrenamtliche Helfer einsetzen.“

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