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Der Verkauf des Carnaper Platzes ist "eine Unverschämtheit“

Der Verkauf des Carnaper Platzes ist "eine Unverschämtheit“

Einigkeit beim WZ-Mobil: Der Carnaper Platz soll nicht verkauft werden.

Wuppertal. Oft gehen die Meinungen am WZ-Mobil weit auseinander — am Dienstag waren sich die Bürger einig: Der Carnaper Platz darf nicht an die WSW verkauft und bebaut werden, sondern muss als Veranstaltungsfläche erhalten bleiben. Der Carnaper Platz soll nach dem Willen der Stadtspitze für 2,5 Millionen Euro an die Stadtwerke verkauft werden. Die WSW wollen dort ihr neues Verwaltungshaus errichten.

Der Verkauf des Carnaper Platzes ist "eine Unverschämtheit“
Foto: Friedhelm Reimann

„Nicht mit uns“, sagt Karl-Heinz Emde, der Vorsitzende des Rotter Bürgervereins, und ist skeptisch, was das Gutachten bezüglich der Kontaminierung des bisherigen WSW-Verwaltungsgebäudes angeht. „Das haben wir nicht gesehen und müssen das wohl glauben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man nicht auf dem Erdgeschoss des Gebäudes weitere Stockwerke errichten kann.“ Am heutigen Mittwoch findet um 20 Uhr in der Rotter Kirche (Rödiger Straße) ein Bündnistreffen zum Thema „Keine Bebauung auf dem Carnaper Platz“ statt.

Stocksauer ist Oliver Walgenbach: „Bergbahn, Straßenbahn, Planetarium und zwei Hallenbäder hat man Barmen schon genommen. Jetzt will man uns auch noch die einzige zentral gelegene Veranstaltungsfläche wegnehmen, die dazu auch noch ein wichtiger freier Parkplatz ist.“

Harry Thomas hat festgestellt, dass der Carnaper Platz entgegen anders lautender Meinungen sehr wohl von den WSW für ihre Dienstfahrzeuge als Parkplatz genutzt wird. „Das sagt doch wohl genug, oder? Außerdem stimmt es einfach nicht, dass hier nur vier Veranstaltungen im Jahr stattfinden.“

Auch Günther Ischebeck fährt schweres Geschütz auf: „Ich verfolge seit Jahren, dass man den Platz verkommen lässt. Wohl, damit man ihn leichter verkaufen kann. Dass die WSW ein neues Verwaltungshaus brauchen, kann ich nachvollziehen, aber dafür ist auf dem riesigen WSW-Gelände doch genug Platz.“

Johannes Stein schimpft: „Eine abgekartete Sache und eine Unverschämtheit, einen dringend benötigten Veranstaltungsplatz einfach zu verkaufen.“

Bernd Bertram argwöhnt: „Vor allem das Tempo, mit dem plötzlich verkauft werden soll, wundert mich.“

Manfred Bröcker sieht den Carnaper Platz alternativlos: „Der Stadion-Nebenplatz ist nicht geeignet und liegt absolut nicht zentral.“

Kurz und knapp schreibt Sigried Heuser per E-mail: „Ich unterstütze den Protest gegen den geplanten Verkauf.“