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Dem Nordpark fehlt das „i-Tüpfelchen“

Dem Nordpark fehlt das „i-Tüpfelchen“

Bürgerverein freut sich über die Entwicklung — und wartet weiter auf die Turmterrassen.

Barmen/Wichlinghausen. Im Versammlungssaal der Gemarker Kirche gab es praktisch keinen freien Platz mehr, als Heidrun Rieger, die Vorsitzende des Nordstädter Bürgervereins, und ihre Vorstandskollegen am Freitagabend zur diesjährigen Jahreshauptversammlung eingeladen hatte. Kein Wunder, ist der Nordstädter mit seinen zum 31. Dezember 2016 exakt 1016 Mitgliedern doch einer größten Bürgervereine in Wuppertal.

Dem Nordpark fehlt das „i-Tüpfelchen“
Foto: Michael Mutzberg

Rieger ließ ein Jahr mit zahlreichen Aktivitäten Revue passieren. Da war vor allem die „Musik im Nordpark“, ein von der Stadtsparkasse unterstütztes Konzert mit rund 1000 Besuchern, als einer der Höhepunkte. Die Veranstaltung soll am 10. Juni eine Fortsetzung finden. „Live, umsonst und draußen“ heißt das Motto, für das allerdings noch Sponsoren gesucht werden.

Geplant sind 2017 außerdem der Besuch einer Aufführung des „Kammerspielchens“ auf Mallack, Führungen durch den Nordpark, eine Fahrt zum Berentzenhof und Emsflower, eine Mehrtagesfahrt ins Alte Land und nach Hamburg, ein heiteres Familienfest und Besinnliches zum Volkstrauertag und zum Advent.

Nicht verschwiegen wurde aber auch, dass der Nordstädter Bürgerverein 2016 um 24 Mitglieder geschrumpft ist. „Das liegt daran, dass die Altersstruktur bei uns so ist, dass damit leider gerechnet werden muss“, so Heidrun Rieger, die noch einmal zur Mitgliederwerbung aufgerufen hat. Als Prämie winkt bei drei neuen Mitgliedern eine Armbanduhr. „Ich habe noch eine ganze Tüte voller Uhren“, so Rieger.

Der Nordpark hat sich auch mit der Hilfe des Nordstädter Bürgervereins zu einer Sehenswürdigkeit entwickelt, der aber nach wie vor das „i-Tüpfelchen“ fehlt: Die Turmterrassen einschließlich der dringend benötigten Toiletten. „Ich wollte meinen 70. Geburtstag da feiern, aber da war das Lokal ebenso wenig fertig wie zu meinem 75sten und meiner Goldhochzeit“, meinte Heidrun Rieger sarkastisch und war auch nicht gewillt Prognosen über dessen Fertigstellung abzugeben.