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Das erste Lichterfest begeistert die Besucher

Das erste Lichterfest begeistert die Besucher

Die Interessengemeinschaft „Wir in Wichlinghausen“ hatte ins Stadtteilzentrum eingeladen.

Wichlinghausen. Flackernde Teelichter standen auf der Mauer vor der Wichlinghausener Kirche. Kinder liefen lachend über den Rasen und schwenkten Martinslaternen hin und her. Über einen Lautsprecher zu hören waren Gitarrenklänge und eine Frau, die Martinslieder sang.

Am vergangenen Samstag tauchte das erste Wichlinghauser Lichterfest der Interessengemeinschaft „Wir in Wichlinghausen“ den Stadtteil in eine warme Atmosphäre. Mara Jahnke-Ouni (29) war mit Familie und Freunden dabei: „Es ist sehr schön hier.“

Im Innenraum der Kirche rauschte Stimmengewirr. Verschnörkelte Stahlträger tragen die Holzempore. Tische und Stühle luden zum Treffen, Reden, Ausspannen und Essen ein: Mandel-, Erdbeer-, Apfelkuchen und auch Kottenbutter waren im Angebot. Entlang der Wände wurden selbst gemachte Kissen, Bilder und Gestricktes verkauft. Ruth Ostrowski (79) und Hannelore Gabler (78) stricken Schals, Stulpen, Socken und mehr. „Ich bin hier um die Ecke geboren“, sagt Ostrowski auf die Frage, was sie mit dem Stadtteil verbindet. Alle 14 Tage treffen beide sich mit einem guten Dutzend anderer Frauen zum Stricken. „Weil´s Spaß macht“, sagt Gabler. Seit 13 Jahren verkaufen sie ihre Strickwaren bei Veranstaltungen der Gemeinde und spenden den Erlös an ein Kinderdorf in Peru. Ihr Wunschziel für den heutigen Abend? „Dass der Tisch leer ist“, sagt Gabler lächelnd.

Draußen standen die Kinder vor Sankt Martin, streichelten zaghaft die Nüstern seines Pferdes. Oder sie zogen Kerzen an einem der Stände. Türkische Pizza, Pufferkuchen und über Feuer gebackene Waffeln füllten die Mägen der Besucher. Letztgenanntes bietet der pensionierte Lehrer Leo Schmitz schon seit sieben Jahren auch auf dem Straßenfest des Stadtteils an. Dabei lautet sein Motto: „Herzchenwaffeln verkauft man nicht.“ Er verschenkt sie. Und sammelt Spenden für Projekte im Stadtteil. Das gusseiserne Waffeleisen seiner Mutter steht dafür auf einem alten mit Buchenholz gefüllten Badezimmerofenuntersatz. Schmitz freut sich über die Resonanz auf das erste Lichterfest: „Ich bin überrascht, dass so viele da sind. Das ist wunderbar.“ Auch Tatjana Spieß (36) gefällt, was sie erlebt hat: „Die Kindern fanden die Vorlese-Oma am Besten. Das ganze Fest ist toll.“