Nachgehakt: Bunker wird zwangsversteigert

Nachgehakt: Bunker wird zwangsversteigert

Die Bauruine an der Schwelmer Straße ist am 13. Januar für 235 000 Euro zu haben.

Langerfeld. Vielen Langerfeldern ist er längst ein Graus: der Bunker an der Schwelmer Straße (Archiv-Foto: Anna Schwartz). Seit Jahren tut sich an der Bauruine nichts mehr. Jetzt ist bekannt geworden: Die Immobilie wird zwangsversteigert. Am 13. Januar 2016 steht der „Zivilschutzbunker im Umbau“ auf der Liste des Amtsgerichts Wuppertal. Verkehrswert: 235 000 Euro.

Ob sich ein Käufer finden wird? „Wir hoffen es auch“, sagt Jochen Braun, Leiter des Ressorts Bauen und Wohnen, „und würden uns freuen, wenn sich da endlich etwas tut.“ Das sieht Bezirksbürgermeister.Eberhard Hasenclever (SPD) ähnlich. „Ich kann nur wiederholen, was ich bereits mehrfach gesagt habe: Diese Bunker-Ruine beschädigt unser Ortsbild“, ärgert sich Hasenclever, der das Projekt seit Bekanntwerden im Blick hatte.

Die Treuhand Immobilien AG um den Investor Uwe Ley war vor gut acht Jahren mit Arbeiten gestartet, in dem ehemaligen Bunker, Baujahr 1938, Wohnungen zu bauen. Geplante Investitionssummer: 1,8 Millionen Euro. Doch der Umbau ist vor mehr als drei Jahren zum Erliegen gekommen. Informationen gab es danach praktisch gar nicht mehr.

Die Investitionsverhältnisse sind nicht ganz einfach zu durchschauen. Die NRW-Bank hatte mit Wohnungsbaumitteln des Landes NRW zum Bau von 13 Mietwohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 834 Quadratmetern gefördert. Die Mittel würden auf jeden Fall zurückverlangt, sollte das Projekt platzen, hieß es vor einem Jahr. Um welche Summen es geht, darüber wollte die NRW-Bank aber keine Auskunft geben. Auch von anderen Banken sind nach WZ-Informationen bereits Darlehen geflossen.

Uwe Ley wollte sich am Montag gegenüber der WZ nicht zu dem Thema äußern.

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